An der Börse tradest du dich selbst | Dr. Raimund Schriek (Trading-Psychologe)
Shownotes
Nach dem Plan (Teil 1, Asset Allocation) und der Auswahl (Teil 2, Qualitäts-Check) geht es in Teil 3 unserer Bildungsreihe mit dem Anlegertag um den Faktor, an dem die meisten Depots wirklich scheitern: den Menschen davor. Dafür haben wir uns auf dem Parkett der Deutschen Börse in Frankfurt mit Dr. Raimund Schriek getroffen. Der promovierte Naturwissenschaftler hat seinen Job an der Uni an den Nagel gehängt, wollte an der Börse Geld verdienen, scheiterte wie viele am Anfang und begann zu fragen, warum. Daraus wurden zwei Jahrzehnte als Trading-Coach, Vorträge auf Messen, Arbeit mit Banken und Brokern und Bücher wie „Trading Mind" und „Du bist Trader!". Im Gespräch erklärt Raimund, wer eigentlich tradet, wenn wir traden: das Gegenwarts-Ich, das Vergangenheits-Ich oder die „inneren Kinder", die sich an den Finanzmärkten ausleben wollen. Er zieht die Grenze zwischen Investor und Trader, beschreibt, welche Hirnbereiche mitreden (präfrontaler Kortex, Amygdala, Dopamin, Insula), und warum Social Media und Live-Nachrichten uns zu Revenge- und Chasing-Trades verführen. Dann geht es an die klassischen Fehler: Verlustaversion, der Dispositionseffekt (Verluste laufen lassen, Gewinne zu früh mitnehmen), mentale Konten, Home Bias und der Anker der glatten Kontosumme. Zum Schluss wird es praktisch: Trading-Tagebuch mit Gefühlsspalte, feste Handelszeiten, ausreichend Schlaf, ein fester Arbeitsplatz und die Frage, die man sich jeden Tag stellen sollte: Ist es das wirklich, was ich jetzt tun will?
🔥 In dieser Folge lernst du: ► Warum deine Ergebnisse an der Börse ein Spiegel deiner Persönlichkeitsentwicklung sind ► Investor oder Trader: Warum die Psychologie eine andere ist und du dich entscheiden solltest ► Verlustaversion und Dispositionseffekt: Warum wir Verluste laufen lassen und Gewinne zu früh mitnehmen ► Was im Gehirn passiert, wenn der Kurs gegen dich läuft, und warum du es körperlich spürst ► Emotionale und kognitive Fallen: Angst vor Verlust und „Ich weiß es besser als meine Strategie" ► Mentale Konten, Home Bias und der Anker der glatten Kontosumme ► Wie Trading-Tagebuch, feste Handelszeiten, Schlaf und Routinen die Disziplin zurückbringen
❓ Häufige Fragen aus der Folge: ► Was bedeutet „Du tradest nur dich selbst"? Deine Ergebnisse sind laut Raimund der Spiegel deiner Persönlichkeitsentwicklung. Wer im Leben vorsichtig ist, ist es oft auch im Depot; wer nach dem Motto „Was kostet die Welt" lebt, jagt auch Trades hinterher. An einer Equity-Kurve über fünf Jahre sieht man, ob ein Mensch an sich gearbeitet hat. ► Was ist der Unterschied zwischen Investor und Trader? Der Investor ist über Monate oder Jahre passiv long investiert, kann Turbulenzen aussitzen oder absichern. Der Trader muss reagieren, arbeitet mit Stopps und Zielen, kann long und short gehen und ist ständig mit seinen eigenen Ergebnissen konfrontiert. Wer beides mischt, sollte wissen, in welcher Rolle er gerade handelt. ► Was ist Verlustaversion? Die Angst vor Verlusten führt dazu, dass wir Verluste zu weit laufen lassen und Gewinne zu früh mitnehmen, weil wir das Geld gern wieder auf dem Konto sehen. Raimunds Regel: ein klarer Stopp auf der Verlustseite, ein begründbares Ziel auf der Gewinnseite, und das Trading findet nur zwischen diesen beiden Grenzen statt. ► Was passiert im Gehirn beim Traden? Der präfrontale Kortex steht für das Rationale, die Strategie. Unter Stress tritt er zurück, die Amygdala verarbeitet Emotionen, das dopaminerge Belohnungssystem sagt bei Überraschungen „mehr davon", und die Insula lässt dich das Ganze körperlich spüren: Blutdruck, Schwitzen, Anspannung. ► Warum machen Social Media und Live-Nachrichten das Trading schwerer? Weil wir heute live dabei sind und uns zur Handlung gezwungen fühlen. Der Reiz einer Nachricht erzeugt Druck, und der führt zu Revenge-Trades und Chasing-Trades, obwohl sich die Position oft Sekunden später schon wieder erholt hätte. Raimunds Rat: Reiz wahrnehmen, Ruhe walten lassen, dann entscheiden. ► Welche Nachrichten sind für mein Trading relevant? Der aktuelle Kurs ist die Wahrheit. Dazu ein guter Wirtschaftsdatenkalender (Zentralbank-Reden, Arbeitsmarktzahlen, Marktdaten) und das Wissen um die Eigenheiten des Marktes, den man handelt. Alles andere sind Nebengeräusche, die man verarbeiten muss, ohne dass sie helfen. ► Was ist der Anker-Effekt beim Konto? Wer ein Konto mit 5.000 Euro eröffnet, merkt sich diese glatte Summe als Referenz und tut alles, um nach einem Rückgang wieder dorthin zu kommen. Danach geht oft nichts mehr. Besser: die Referenz jeden Tag neu setzen und den Kontostand von heute als Ausgangspunkt nehmen. ► Was gehört in ein Trading-Tagebuch? Weit mehr als Zahlen: Wie geht es mir heute? Wie verarbeite ich Gewinn oder Verlust? Habe ich mich an meine Regeln gehalten? Was war heute besonders? Eine Excel-Tabelle mit Schlagwörtern hilft, Muster zu finden, etwa ob ein etwas weiterer Stopp zehn Ausstopper auf drei reduziert hätte.
👥 Für wen ist diese Folge? ► Aktive Anleger und Trader, die merken, dass nicht die Strategie das Problem ist, sondern die Umsetzung ► Einsteiger, die verstehen wollen, warum an der Börse so viele kluge Menschen dumme Entscheidungen treffen ► Alle, die Teil 1 und 2 der Bildungsreihe gehört haben und jetzt den Faktor Mensch in ihr Profi-Depot einbauen wollen
⏱ Kapitelmarken: 00:00 ► Dr. Raimund Schriek – Trading-Psychologe – Coach & Buchautor 00:58 ► Intro: Börsenpsychologie, Teil 3 der Bildungsreihe 01:39 ► Vom Chemiker zum Trading-Psychologen: Wie Raimund zur Börse kam 04:08 ► Gegenwarts-Ich, Vergangenheits-Ich, innere Kinder: Wer tradet da eigentlich? 06:09 ► Erst bei dir aufräumen: Routinen, Struktur und der passende Markt 09:12 ► Investor oder Trader? Warum die Psychologie eine andere ist 14:41 ► Gefühle beim Traden: Ziel klären, Plan, Strategie, Tagebuch 17:59 ► Neurowissenschaft: Präfrontaler Kortex, Amygdala, Dopamin und Insula 21:33 ► Social Media und Live-News: Revenge-Trade und Chasing-Trade 23:22 ► Welche Nachrichten wirklich relevant sind: Kurs, Wirtschaftskalender, Strategie 25:52 ► Ein Trader, eine Strategie, ein Markt 27:17 ► Typische Anlegerfehler: Verlustaversion, Dispositionseffekt, mentale Konten, Home Bias, Anker 34:07 ► Zwischen Überheblichkeit und Angst: Verluste gehören dazu 39:38 ► Trading-Tagebuch, Schlaf, feste Handelszeiten: Persönlichkeitsmanagement 44:22 ► Raimunds wichtigster Tipp: Fokus enger machen und dich selbst kennen 45:59 ► Ausblick: Teil 4 mit Dr. Gerd Kommer
✅ Die wichtigsten Tipps zum Mitnehmen: ► Kläre zuerst, was du willst: Geld verdienen oder Zeit verbringen? Dann verhalte dich auch wie jemand, der Geld verdienen will ► Ein Trader, eine Strategie, ein Markt: Lerne einen Markt richtig kennen, bevor du dir einen zweiten zulegst ► Stopp und Ziel vor dem Einstieg festlegen, beides begründbar, und dazwischen findet dein Trading statt, sonst gar nicht ► Reiz wahrnehmen, Ruhe walten lassen, dann entscheiden: Nachrichten erzeugen Druck, nicht Handlungsbedarf ► Führe ein Trading-Tagebuch mit Gefühlsspalte und spiele mit deinen eigenen Daten ► Persönlichkeitsmanagement ist Trading-Management: Schlaf, feste Handelszeiten, fester Arbeitsplatz, Bewegung, Pausen ► Raimunds wichtigster Rat: Fokus enger machen, dich selbst kennen und jeden Tag fragen, ob es das ist, was du wirklich tun willst
🔗 Ressourcen & Links: • Dr. Raimund Schriek – Trader-Coaching, Seminare, Vorträge: https://raimundschriek.com • Buch „Trading Mind" (Behavioral Finance und Neuroökonomie): https://www.deutscherwirtschaftsbuchverlag.com/products/trading-mind • Teil 1 der Bildungsreihe: Das einfachste Depot ist das beste / Markus Jordan (extraETF): https://open.spotify.com/episode/6SGVMPx6aPxhiCPNnds4MA • Teil 2 der Bildungsreihe: Aktienanalyse: 2 Kennzahlen reichen / Torsten Tiedt (Aktienfinder), ab 20.09. in deiner Podcast-App • Teil 4 folgt nächste Woche: Wartung, Steuern, Kosten und Entnahme mit Dr. Gerd Kommer • Aufgenommen im Besucherzentrum der Deutschen Börse in Frankfurt: https://www.deutsche-boerse.com
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⚠️ Risikohinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung. Genannte Märkte, Aktien und Strategien dienen der Veranschaulichung, keine Kaufempfehlung. Investitionen in Wertpapiere und insbesondere aktives Trading sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bitte informiere dich eigenständig und handle verantwortungsvoll.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wo kommt Geld her?
00:00:01: Na ja, klar.
00:00:02: Und dann hab ich mir gedacht, okay, dann fängst du mit dem Traden an!
00:00:04: Wie funktioniert das genau hier oben wenn nicht ein Charakter oder eine bestimmte Emotion habe?
00:00:09: Darum geht es letztlich.
00:00:11: Das
00:00:11: beginnt bei jedem selber und bei dem Ich.
00:00:13: Was meinst du damit?
00:00:14: Die eine Ergebnisse sind letztendlich der Spiegel deiner Persönlichkeitsentwicklung.
00:00:18: Die Börse an sich ist für uns eine Herausforderung.
00:00:20: Ich muss gucken was ist das Ziel?
00:00:22: will ich Geld verdienen und dann möglichst straight auf die Sachen konzentrieren spätestens wenn in der Bildzeitung zu lesen ist, dass jetzt die Kurse steigen und es Vorsicht geboten.
00:00:32: Ich glaube erfolgreich kann man vor allem auch dann sein wenn man was ganz anderes tut als die anderen.
00:00:35: Wenn man die Welt anders sieht, wenn man einen anderen Fokus nimmt weniger das Ergebnis guckt er den Prozess.
00:00:41: Ein Trait ist ein Stück weit auch wie ein Baby wie ein Kind.
00:00:44: da muss man drauf aufpassen.
00:00:46: vielleicht ein Tipp von dir an die Person die uns gerade zuschaut was wäre so das wichtigste oftes man achten sollte?
00:00:58: wir sind hier zu Gast bei der deutschen Börse in Frankfurt.
00:01:01: an der Stelle auch vielen Dank ans Besucherzentrum der Deutschen Börse in Frankfurt.
00:01:05: Zu Gast heute Dr.
00:01:07: Raimut Schrieck, Coach, Finanzexperte, Trading Expert und gerade im Bereich Psychologie eine echte Korriffehe.
00:01:16: Auch mehrfacher Autor im Bereich finanzielle Bildung.
00:01:20: Herr Dr.
00:01:21: Reimuth-Schrieck!
00:01:22: Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für uns.
00:01:24: Sehr
00:01:24: gerne.
00:01:25: Danke, dass Du da bist.
00:01:26: Ja, danke.
00:01:27: Das ist ja jetzt Teil unserer Bildungsreihe für die Börsentage Und heute geht es um das Thema Psychologie.
00:01:34: Vielleicht erzählst du uns mal so ein bisschen deinen Background, wie kommst du in den Bereich Psychologie rein und wie hast du Psychologie- und Börse verbunden?
00:01:42: bei so einem kleinen Recap vielleicht?
00:01:44: Na ja, relativ einfach.
00:01:46: Ich habe mit Geldanlage begonnen also das was man so klassisch macht wo man auch so reinwächst.
00:01:51: Das hab ich gelernt ein Stück weit und irgendwann habe ich mein Beruf an der Uni an den Nagel gehängt weil ich etwas anderes machen wollte.
00:01:58: und dann habe ich mir überlegt wo kommt Geld her?
00:01:59: Na ja klar, bei Hause wie auch anders.
00:02:02: und dann hab' ich mir gedacht okay dann fängst du mit dem Traden an!
00:02:05: Und als ich mit dem Trading begonnen habe, habe ich wie viele andere es eben nicht so hinbekommen wie man sich das wünscht und habe mir dann überlegt, woran kann das liegen?
00:02:13: Christa sonst auch alles hin.
00:02:15: Im Wesentlichen, warum klickt es da
00:02:16: nicht?".
00:02:17: Und dann habe ich mir gedacht okay vielleicht muss sich einfach nur die Wirtschaftsnachrichten verstehen und die Wirtschaftsnachrichten ... verstehen ja hab' ich ein Skript gemacht und habe das damals an den Finanzbuchverlag geschickt und der da meldete sich dann jemand vom Verlag.
00:02:31: Der kennt Gärtner und er hat dann gesagt ok sieht ja alles gut aus schreiben sie das doch selber.
00:02:36: Dann hab ich gesagt, nee Herr Gerdner das mach' ich bestimmt nicht.
00:02:39: Das war zu langweilig.
00:02:40: und dann hat er gesagt naja für was interessieren sie sich?
00:02:43: Und dann sag ich na ja wenn ich wirklich etwas schreiben wollte dann über Psychologie.
00:02:48: Das mir so rausgerutscht und da begann eigentlich dieser Weg mit dem Thema Psychologie zu verstehen wie tickt der einzelne Mensch die vielen Menschen zusammen und wie bildet sich damit das große Ganze?
00:03:01: Das war letztlich so der Start Und dann habe ich natürlich die Möglichkeit gehabt, immer auch auf Messen und Veranstaltungen zu sprechen.
00:03:09: Und hab durch die Arbeit mit Klienten einfach nochmal sehr viel mehr obendrauf gelernt weil meine eigenen Mechanismen die kannte ich und die hätten schon vieles abgedeckt aber da kam doch noch deutlich mehr spannende Geschichten zu und so habe ich ein Stück weit wirklich einen Blick gewonnen in alles was die Psychologie betrifft und hab dann später seit ein paar Jahren mich auch mit Neurowissenschaft beschäftigt.
00:03:33: Weil ich denke, nur das Verhaltensanalysieren ist das eine, aber wir müssen viel tiefer gucken.
00:03:38: Wir müssen gucken wie funktioniert es genau hier oben?
00:03:40: Wenn ich einen Schatz sehe, wenn ich eine bestimmte Emotion habe ... Darum geht's letztlich also einfach mal die Lupe anzulegen, jeder bei sich selbst.
00:03:49: Das hab ich bei mir begonnen.
00:03:51: Und da bin ich immer noch bei, jetzt nicht immer nur bei Ossentümen gemünzt.
00:03:54: dabei im Allgemeinen Persönliche Entwicklung ist schon das A und O, vor allem wenn man sich mit dem Thema da auseinandersetzt.
00:04:01: Ja in unserem Vorgespräch ging es ja dann auch darum, hey wie gestalten wird das Gespräch?
00:04:06: Und ein zentrale Punkt von dir ist, dass beginnt bei jedem selber, bei dem ich... Was meinst du damit, dass es bei dem Ich beginnt?
00:04:15: Ja, das mit dem Ich ist an sich schon so eine Sache.
00:04:18: Was ist ich?
00:04:19: Da könnten wir jetzt ein bisschen drüber philosophieren.
00:04:21: aber durch die Arbeit oder auch Selbstbeobachtungen habe ich festgestellt dass eben nicht immer die Person in der Ist Situation jetzt, also das Gegenwartsecht.
00:04:31: Nenn ich es jetzt einfach mal traded?
00:04:32: Sondern manchmal auch alte Sachen traded.
00:04:35: Manchmal eben auch an bestimmte Themen kommt, weil man vielleicht Quatsch an der Börse macht.
00:04:40: Ich würde das so ein bisschen formulieren.
00:04:42: Es gibt sowas wie gegenwärtsig, vergangenheitsig aber auch zukunftsig ... Aber dann gibt's die Anteile, die immer wieder Ärger machen.
00:04:49: Ich nenne das die inneren Kinder.
00:04:51: Das sind so die Anteilene, die vielleicht ja in der Jugend ... oder vielleicht noch früher so ein bisschen gedeckelt wurden und man sich dann versucht, eben an den Finanzmärkten auszuleben.
00:05:02: Und Auszulegen ist selten strategisch, sondern da will man mal einfach gucken hey ich bin der größte oder ich brauche jetzt Aufmerksamkeit.
00:05:11: also die Mechanismen, die dann zu vielleicht Gewinnen- oder Verlusten führen.
00:05:15: es sind dann weniger Strategie bedingt als eher Persönlichkeitsbedingt und da eine Struktur reinzubekommen Oder auch zu merken.
00:05:21: Ich mache immer wieder dasselbe und komme immer wieder zu demselben wirklicherweise nicht so gut in Ergebnis.
00:05:26: Da muss ich dann auf die Spur gehen.
00:05:28: und was sich festgestellt hat, dass die meisten gar nicht in dieser Konzentration vor dem Monitor sitzen wenn sie arbeiten.
00:05:35: In dem Alter wo sie sind und das spielen einfach viele verschiedene Dinge rein.
00:05:39: Auch Familienmechanismen wie geht man mit Geld um?
00:05:42: Was habe ich bei meinen Eltern oder Großeltern erlebt?
00:05:45: Mache ich diese Dinge nur nach, mache ich es besser veränder ich sie... Das ist eine sehr komplexe Materie!
00:05:50: Und da muss jeder wirklich sehr genau schauen dass er da nicht oder sie eben auch nicht unter die Räder geraten.
00:05:57: Das heißt, man nimmt aus seinen eigenen Lebenserfahrungen seine Sachen und seine Themen mit in andere Themenbereiche ... Wie wird man denn so was los?
00:06:06: Wenn ich jetzt an der Börse bin und ich bin am Verzweifeln, ich will erfolgreich trading, kriegst du nicht hin!
00:06:12: Da muss ich erst mal bei mir zu Hause irgendwie aufräumen...
00:06:14: Richtig!
00:06:15: Du musst bei dir zu Hause aufrahmen, du musst ein Stück weit erst mal innehalten und schauen, was ist da, wer bin ich?
00:06:20: Kriege ich das überhaupt
00:06:21: zusammen?!
00:06:22: Es gibt viele, die wollen trainen.
00:06:24: Haben aber vielleicht gar keine Zeit am Tag.
00:06:27: Fangen dann an zu klicken in der S-Bahn oder Stadtbahn und U-Bahnen wie auch immer ... Oder noch gerade kurz vom Flieger ein Trait abgesetzt.
00:06:34: Vielleicht auf den Stopfersetz vergessen.
00:06:36: Aber das sind so Dinge, ich muss bei mir anfangen zu schauen.
00:06:40: Ich brauch gewisse Routinen, ich brauche Struktur, die ich von außenstückweit mir selber vorgebe.
00:06:46: Weil ich diese ganzen Impulse, die da kommen, damit meine ich nicht nur die, die wir am Screen sehen?
00:06:52: Der Chart, das ist schon genug.
00:06:53: Vielleicht läuft das Volumen noch mit.
00:06:55: Vielleicht hab ich noch akustische Signale aber da passiert ja noch was anderes.
00:06:59: Da ist ein Ort an dem ich sitze.
00:07:00: möglicherweise tun die Kinder darum oder die Enkel je nachdem und das macht eine ganze Menge und ich muss lernen erstmal zu schauen was tut mir gut?
00:07:08: Und da muss ich auch schauen was für ein Produkt tut mir Gut?
00:07:11: Oder noch einen Schritt vorher Was für'n Markt tut mir Gut?
00:07:15: Der DAX beispielsweise ist ja sehr Zackiges, ich hab viel Vehikel.
00:07:20: Wie soll ich's nennen?
00:07:22: Aber wenn ich jetzt beispielsweise Renten oder vielleicht auch langsame Märkte nicht so volatile Trade mache das ja auch was mit mir und ich muss einfach schauen dass es ein Stückchen wie bei der Partnerwahl ist ein bisschen übertrieben.
00:07:35: aber schaue ich auch was passt für mich?
00:07:37: wie kann ich damit umgehen?
00:07:39: wie kann Ich das handeln?
00:07:40: pass das zu meinem Portemonnaie also sprich depot Denn hohe Volatilität bedeutet auch, ich muss ein Stück weit mehr Risiko eingehen.
00:07:46: Dann würde ich nicht ständig ausgestoppt werden und wenn ich das vermeiden will oder gar nicht das Geld habe dann brauche ich einen Hack der sich eben mal etwas gemütlicher bewegt.
00:07:55: also letztlich fange ich bei mir an schaffe mir eine Struktur schaue zu hab ich Resonanz Und fang damit kleinem Risiko erstmal an wenn wir hier so ein bisschen So vorgehen.
00:08:06: aber ich muss letztlich dass was du tradest ist du tradst nur dich selbst wirklich als wichtige Message.
00:08:13: Die eine Ergebnisse sind letztlich der Spiegel deiner Persönlichkeitsentwicklung.
00:08:17: Man kann an Menschen sehen, ob sie bereit sind zu entwickeln.
00:08:22: Das siehst du ein Stück weit.
00:08:23: dann der Equity Kurve über Jahre jetzt nicht über paar Tage oder Wochen Sondern wirklich langfristig kannst du seh'n okay?
00:08:29: An diese Strategie bedingt das ist klar wenn es mal einen Drawdown gibt oder so.
00:08:32: Aber an sich ob ein Mensch Schritte macht also sich mit sich und dem Thema auseinandersetzt Siehst du sofort fünf Jahres Equity Kurve hast, dann weißt du genau auch wo vielleicht Probleme gelegen haben in den Zeiten.
00:08:46: Das sieht man nicht nur am Drawdown sondern auch wie es dann vielleicht weitergegangen ist.
00:08:51: Spannendes Thema ja!
00:08:53: Börse hat ja auch viele Facetten.
00:08:55: also es gibt langfristige Investoren kurzfristige Trader ist alles dabei.
00:09:00: Viele Privatanleger sind sowohl als auch auf beiden Seiten unterwegs Und da hast du mir auch gesagt, es ist dir ganz wichtig zu unterscheiden.
00:09:07: Wenn wir jetzt in die Psychologie reingehen ... Psychologie bezogen auf ein Investor und einen Trader?
00:09:13: Warum ist das wichtig, da ganz klar zu unterschreiben?
00:09:17: Ja!
00:09:18: Wenn ich's einfach im Platz sage, dann investiert ... Also der Investor investiert über einen gewissen Zeitraum.
00:09:24: Das können Monate bis Jahre sein.
00:09:27: Er ist in der Regel lang unterwegs, also sprich er setzt auf steigende Kurse Und in der Regel lässt er das Ganze so liegen.
00:09:34: Das heißt, er ist eher passiv.
00:09:36: Wenn ich mich dieser Gruppe zugehörig fühle, dann bin ich mit Investing genau richtig.
00:09:40: Ich könnte bei Ossensparpläne machen oder einmal an Lagen machen, die ich dann einfach liegen lasse und schaue, was passiert?
00:09:48: Der Trader muss reagieren.
00:09:49: Der Treder kann auch langfristig ... positioniert sein, dann arbeitet er aber oft auch mit Stopps und mit Zielen.
00:09:57: Und alles was darunter ist mittelfristig bis kurzfristig bis ins Scalping-Bereich da bin ich eben auch darauf angewiesen dass sich reagiere.
00:10:05: Nehmen wir an letztes Jahr haben wir die Geschichte mit dem Zoll Thema gehabt.
00:10:10: Ich glaube es war Ende März Anfang April müsste ungefähr stimmen.
00:10:14: Da kann ich als Investor möglicherweise zugucken und sagen okay das sitze ich ein Stück weit aus oder ich hetsche.
00:10:20: Als Trader muss ich aber reagieren weil ich das Kapital von dem ich möglicherweise auch oder von den Trägen, von denen ich möglicherweise auch leben will.
00:10:28: Ich muss was tun!
00:10:29: Ich kann da nicht einfach zugucken und dann entsetzt irgendwann oder ich sage mal Schmerz, weil sie sitzen sondern... Ich habe im Prinzip immer das Gegenteil.
00:10:39: Ich bin eher Passiver und ich hab die Möglichkeit auf der Long- and Short-Side unterwegs zu sein.
00:10:44: Hätte der Investor natürlich auch tut er aber nicht, weil das Wesensinvestors ist da etwas anders.
00:10:48: Aber der Trader hat die Möglichkeit zu schauen hey es grad Hochwasser oder ist Niedrigwasser?
00:10:53: Oder entwickelt es sich Richtung Hochwasser- oder Niedrichwasser.
00:10:56: Ich komm von der Küste, da siehst du diese Bewegung und diese Rhythmen ständig und da weißt du okay beide Phasen haben ja einen Charme.
00:11:03: dann den Finanzmärkten.
00:11:04: sehen wir die letzten Jahre.
00:11:05: das ist eigentlich eher in Richtung steigende Kurse entwickelt hat.
00:11:08: da können wir eine Linie durchlegen durch die großen Indizes.
00:11:12: aber nichtsdestotrotz ist der Trader eben ein aktiver Mensch der vor allem sich auch immer mit den Trading Ergebnissen auseinandersetzen muss.
00:11:20: Er hat Gewinn und Verlust.
00:11:22: Und das ist das, woran er wachsen kann oder sie eben auch wachsen können, weil das ein Punkt den der Anleger gar nicht hat.
00:11:29: Der kümmert sich in der Zeit um was anderes.
00:11:32: Der klassische Trader aber, der ist mit sich beschäftigt möglicherweise Dinge zu verarbeiten oder auch neue Entscheidungen zu fällen.
00:11:40: Das heißt wie es rausfällt als Trader deutlich mehr Zeit auffand vielleicht auch mehr emotionale Kontrolle.
00:11:47: Du
00:11:47: bist eher ein Trader oder
00:11:50: wahrscheinlich
00:11:50: ohne Ehe?
00:11:54: Ich liebe Schnelle Ergebnisse.
00:11:56: Also ich trete nicht so viel, weil ich viele Coacheseminare entwickelte und auch durchführe natürlich Webinarreihen- und Bücherschreiben.
00:12:06: Das interessiert mich am langen Ende mehr.
00:12:09: Und wenn ich tradee bin ich im Daytrading unterwegs, in Ruhe, in die Nacht zu gehen.
00:12:15: Weil ich sonst das tatsächlich wahrnehme und das ist einfach schon auch ein Kriterium, dass es einfacher Menschen gibt, die einfach auf bisschen Ruhe haben wollen in der Nacht und sagen, ich merke, es wird mir viel!
00:12:28: Ich spüre das, ich habe die Ungewissheit mit den amerikanischen Märkten, denen noch kommen dann die asiatischen Märkte und wenn ich morgens aufwache kann die Welt schon anders aussehen.
00:12:36: Und um das nicht zu riskieren bin ich eher jemand, der liebt schnelle Ergebnisse Klar, auf den Punkt.
00:12:43: Und letztlich ... Das ist ein Stück weit auch das Positive von Trading, dass ich das erreichen kann, denn wir Menschen lieben sowas.
00:12:51: Die Börse an sich ist für uns eine Herausforderung, weil wir oft erst ja verzögert die Antwort bekommen.
00:12:56: Weil die Antworten nicht so klar sind.
00:12:58: Es kann sein, daß ich eine Viertelstunde im Plus bin und die nächste halbe Stunde in Minus.
00:13:02: D.h.,
00:13:03: ich hab als Mensch den Umgang mit den Ergebnissen oder auch den Dingen, die sich da am Monitor zeigen, durchaus zu knabbern.
00:13:11: Das ist nicht so einfach, wenn ich jetzt Fische oder Jage weiß.
00:13:14: Ich habe das Tier möglicherweise erlegt oder gefangen.
00:13:18: Da hab' ich ein klares Ergebnis und weiß Wenn ich was hab', kann ich weiter machen Oder eben erstmal Pause machen.
00:13:23: Wenn ich nix hab', muss ich weitermachen.
00:13:25: So Und bei den Finanzmärkten ist es halt auch so eine Sache Weil ich eben das, was wir Menschen lieben Kontrolle, Sicherheit Das sind die Bedürfnisse, die uns sehr stark sind Und eben auch evolutionär Dass wir einfach... einerseits dieses soziale haben, diese Gruppengeschichte und andererseits aber auch dieses Gefühl für ... ja, wie ernähre ich mich?
00:13:51: Also bin ich Jäger.
00:13:52: Bin ich Sammler.
00:13:53: Es ist durchaus eine ganz alte Geschichte und was an den Finanzmärkten definitiv fehlt, das ist haktische Ja!
00:13:59: Ich kann wenn wir zwei hier vor uns hinhandeln würden mit Chips oder so also Jettons dann würden wir schnell merken, der eine Haufen wird größer.
00:14:08: Der andere wird vielleicht kleiner und wir würden sagen, reicht!
00:14:11: Das was am Monitor ist für uns alle eine Herausforderung.
00:14:15: ob da fünfzigtausend steht, fünf tausend oder fünftig Euro ist am langen Ende.
00:14:20: ich weiß da sagen vielleicht einige Leute es ist ein Unterschied.
00:14:23: ja aber das Gefühl wir können kein Gefühl wirklich dazu aufbauen da fehlt uns etwas.
00:14:29: dass sehen wir sehr wohl.
00:14:30: wenn hier fünfzig Tausend Steine gelegen haben dann wissen wir, das war nicht so gut.
00:14:36: Geht es also darum irgendwie auch zum Gefühl aufzubauen dafür oder geht's darum zu akzeptieren dass die Gefühle dort jetzt vielleicht gar keinen Raum haben sondern dass eine rationale Sache ist?
00:14:47: Also es geht darum, eine Routine aufzubauen, dass man mit dem was man tut sehr gut umgehen kann.
00:14:52: Und das ist von Mensch zu Mensch verschieden.
00:14:54: Es gibt Leute die werden nervös wenn ihre Position ein Euro im Minus ist und rufen beim Brokan.
00:14:58: Also solche Geschichten gibt es.
00:15:00: also ich muss einfach lernen und ich muss gucken was ist das Ziel?
00:15:05: Also was is das Ziel?
00:15:06: will ich Geld verdienen und das ist bei vielen gar nicht in erster Linie.
00:15:10: es gibt Leute, die wollen auch Zeit verbringen sie wollen sich entwickeln Die wollen auch über die Börse ihr eigenes tun, ein paar Geschichten entwickeln.
00:15:18: Die dann oft aber auch traurig sind.
00:15:21: Man muss sich genau fragen was will ich hier?
00:15:23: Will ich Geld verdienen?
00:15:24: Dann verhalte ich mich auf wie jemand der Geld verdient will.
00:15:27: Dann fange ich vorne an.
00:15:28: Ich schaue nach dem Markt, der zu mir passt.
00:15:30: Ich gucke nach einem Produkt das ich verstehe und dann beginne vielleicht damit einen großen Plan also die Architektur zu erstellen und sagen hey plan Dann eine Strategie, wie setze ich das um?
00:15:41: und am langen Ende noch das Tagebuch?
00:15:43: Womit ich mich auch ein bisschen selber prüfen kann, um zu schauen.
00:15:46: Okay was habe ich da gemacht?
00:15:48: Da meine ich nicht nur die Zahlen sondern dann meine ich eben auch was man da sonst noch eintragen kann.
00:15:52: Gefühle Verbesserungsvorschläge und dergleichen.
00:15:55: So dass wäre eigentlich der Fahrplan wie man losgehen kann Und dann möglichst straight sich auf die Sachen konzentrieren und nicht den ganzen Nebengeräusche.
00:16:03: Es gibt Newsletter es gibt Podcasts es gibt alles viele, viele Finanzveranstaltungen.
00:16:09: Und letztlich geht's darum, dass du dich selber entwickelst und was findest mit dem Du gut durch den Finanzmarkt oder dein finanzielles Leben kommst.
00:16:18: Und da sind viele Nebengeräusche selten hilfreich weil wir sie alle verarbeiten?
00:16:23: Weißt du die Augen kannst du zumachen?
00:16:26: Die Ohren nicht!
00:16:26: Als du gehört hast das musst du erst mal verarbeiten.
00:16:31: und wenn du gehört hattest das ist jetzt ein super Tipp beispielsweise gerade in Gold zu investieren oder gerade den Dachs zu kaufen, weil die ist doch fast um die Ecke.
00:16:43: Das macht was mit uns das bleibt hier hängen und dann ist es letztlich auch so dass wir da auf die nächste Entscheidung möglicherweise auch begründen also eine Entscheidung wie wir dann... Wir müssen's nur oft genug hören.
00:16:55: Neurowissenschaftlich sagt man dreimal muss das gehört haben.
00:16:59: Ich finde zwar meist mehr, heute bei drei Mal vielleicht noch nicht reagieren.
00:17:02: Aber spätestens wenn ich erwähnt es mal in der Bildzeitung zu lesen ist das jetzt die Kurse steigen und uns Vorsicht geboten.
00:17:09: Das heißt man kann auch immer gucken natürlich was machen die anderen.
00:17:13: aber ich glaube erfolgreich kann man vor allem da auch dann sein wenn man etwas ganz anderes tut als die anderen.
00:17:18: Wenn man die Welt anders sieht, wenn man einen anderen Fokus nimmt weniger das Ergebnis guckt er den Prozess Weil dann hast du auch langfristig eine Chance.
00:17:26: Du bist jetzt jung, kannst viele Erfahrungen noch sammeln.
00:17:30: Aber diejenigen, die vielleicht später in den Finanzmärkte einsteigen mit diesen Gedanken ... Die sollten sich vielleicht auch ... Ja, diesen Weg kann man im Prinzip abkürzen mit dem ganzen Fettnäpfchen.
00:17:41: Wenn man genau hinschaut und lernt und sich miteinander setzt.
00:17:45: Ein Spiegel ist da sehr hilfreich.
00:17:48: Gutes Sinnbild.
00:17:49: Du hast es am Anfang schon erwähnt mittlerweile gehst so ... vertieft in die Neurowissenschaft mit rein.
00:17:54: Jetzt hast du es auch wieder angeschnitten?
00:17:56: Was ist denn so körperlich, wahrnehmbar, emotional oder bei Menschen, die jetzt träden an ...
00:18:04: Ich gucke mal, wenn wir mal einfach zwei-, drei-, vier Hirnbereiche raus, die bei diesen Prozessen eine Rolle spielen.
00:18:11: Da wäre zunächst einmal natürlich das Rationale, also sprich der präfrontal Cortex, der allerdings aus dem Stress ein bisschen ... ich sag mal, in den Hintergrund tritt.
00:18:23: Der ist eher für das Rationale im Sinne von, ja ich habe eine Strategie die setze ich jetzt eins zu eins um.
00:18:30: Das wäre gut wenn wir einfach nur aufgrund dieser Geschichte entscheiden würden.
00:18:34: Aber wir haben auch andere Bereiche, die am Mückdaller werden.
00:18:38: Emotionen verarbeitet, sonst mal so aus und Emotion beim Trading sind ganz klar.
00:18:42: wie sehen das im Auf- und Ab der Märkte, im Auf und Ab einzelner Märkte?
00:18:47: Wir sehen es im Großen, wenn wir uns den DAX angucken, im Prinzip unsere Gefühle natürlich Gewinn und Verlust, beziehungsweise eine Angebote Nachfrage sehen wir da natürlich auch drin.
00:18:59: Wir sehen einfach verschiedene Komponenten so einen schwarz-weißen im Prinzip und geht es einfach hoch und dann geht es irgendwann wieder runter mal mehr oder weniger ausgeprägt.
00:19:07: das kann ich aber auch in meinem eigenen Schad beobachten.
00:19:10: vielleicht dass kann ich in meinem konto beobachtens kann ich mir beobachen So diese Emotionalität die sich da vielleicht entwickelt die umsorgt vielleicht doch für die ein oder andere Entscheidung die ich gar nicht fällen wollte weil ich Präfrontal nicht mehr so auf der Rille, dass ich das tun wollte.
00:19:25: Sondern schnell einen Verlust ausgleichen will.
00:19:28: Dann hab' ich das ganze dopaminerge System, was letztlich dafür sorgt, dass wir bei Überraschungen positiv und negativ vielleicht auch Dinge tun, die wir gar nicht vor hatten.
00:19:38: Wenn wir euphorisiert sind, dann machen wir Traits, wo wir großzügiger sind.
00:19:42: Das Geld mal wieder in den Märkte schmeißen!
00:19:44: Wenn wir vielleicht gerade eins auf die Nase bekommen haben kann es sein?
00:19:48: Dass wir sagen okay, das probier jetzt noch einmal Und die meisten machen's in dieselbe Richtung.
00:19:52: Weil, hat einmal nicht geklappt, wird doch zweimal nicht klappen?
00:19:55: So!
00:19:55: Dann bist du schon mal richtig dabei.
00:19:57: Das heißt ... Wir haben da so die Emotionen und die Dopamiengeschichte.
00:20:01: Dann haben wir noch die Insulaer.
00:20:02: Die Insulaa lässt dich das körperlich wirklich spüren.
00:20:05: Mhm.
00:20:05: Die lässt dein Blutdruck steigen, die lässt dich schwitzen
00:20:09: usw.,
00:20:09: also... Nicht dass Organ selbst Sesenstück dabei beteiligt.
00:20:13: Das Ganze nennt man interozeptive Geschichten Und da kannst du einfach körperlich auch real spüren.
00:20:21: Es gibt Leute, die schwitzen beim Tränen.
00:20:24: Die haben Blutdruck, die sitzen davor als wollten sie gerade in den Monitvorkriechen um den Dachs dahin zu schieben, wo er vielleicht hin soll.
00:20:31: Das heißt das Hirn ist bei der Steuerung dieser ganzen Prozesse sehr beteiligt.
00:20:36: Also eine sehr komplexe Geschichte.
00:20:38: wir haben jetzt hier mal so ein bisschen vereinfacht und du kannst es körperliche spülen was da passiert.
00:20:44: Du hast das rational, du hast das emotional, du hasst das körperliche.
00:20:47: Dann hast du noch das Belohnungssystem, was da letztlich auch noch sagt okay mehr davor und es fühlt sich gut an!
00:20:53: Und vor allem wenn etwas passiert, wovon wir überrascht sind steigt der Dopaminspiegel, wir lieben dieses Gefühl Wir sind im Überschwang vielleicht freudig Vielleicht überrasht und dann fährt das Hirn so seinen eigenen Kurs und denkt oh, Strategie war gestern.
00:21:09: Es geht ja auch so, das habe ich gerade auch so hingekriegt Interessant, was dazwischen in zwei Ohren passiert.
00:21:17: Ist das vielleicht heutzutage gerade eine Zeit, wo viele Fehler passieren?
00:21:23: aufgrund dessen?
00:21:24: Weil wir sind alle dopaminsüchtig instant Gratification durch Benachrichtigung alles kommt immer sofort
00:21:30: ...
00:21:32: War das vielleicht vor zwanzig dreißig Jahren anders?
00:21:34: Hast du da Einblicke für dich?
00:21:35: Das war definitiv anders!
00:21:37: Also das Verhalten war vor allem nicht so ... ist so schnell.
00:21:42: Das heißt, durch die schnellen Leitungen, die wir haben, durch den schnellen Mitteilung, egal welchen Feedwares hören oder welche Politiker was sagt ... Wir sind live dabei.
00:21:51: jetzt, wenn wir daneben stehen würden und das zwingt uns ein Stück weit.
00:21:55: Meinen wird zumindest zur Handlung!
00:21:57: Wir fühlen uns möglicherweise bedroht.
00:21:58: also in Anfangszeichen unsere Position fühlt sich vielleicht bedrohnt.
00:22:01: Wir sehen das wollen retten.
00:22:03: Die Frage ist aber ob diese Rettung überhaupt notwendig ist?
00:22:06: Wir müssen im Prinzip dieser Reiz von Informationen, dieser Reiz von wir lesen was wir hören was wir sehen was.
00:22:14: Tja diesen Reiz müssen wir ein Stück weit erstmal für sich stehen lassen und einen gewissen Abstand dazu gewinnen.
00:22:21: Dieser Reiz den dürfen wir zwar wahrnehmen man darf erst mal Ruhe walten lasst bevor wir entscheiden und dann wirklich auch reagieren.
00:22:29: Und da ist der Knack gewohnt durch das genau was du sagst dass alles ich habe beschreibt.
00:22:34: Also es ist gerade schon durchs Lektorat das Gut.
00:22:37: Ich habe da ein Kapitel auch darüber geschrieben, was es eben macht dass wir YouTube haben, dass wir X-rated haben und dass wir Politiker haben.
00:22:44: Und sie erhöhen massiv den Druck in Anführungszeichen weil diese Informationen die bei uns ankommen lösen in uns den Druck aus und das führt uns zu Traits die wir oft vielleicht nicht wollen ... in Revenge-Trade und Chasing-Trades, also ich jage eine Opposition hinterher.
00:23:00: Einfach auch weil vielleicht nur kurzfristig unsere Position richtig eins auf die Nase bekommen hat durch diese Nachricht... ...und sich das aber vielleicht Sekunden später schon wieder erholt hat.
00:23:11: Aber dadurch dass wir so schnell reagieren können machen wir eben auch viele Sachen, die wir besser nicht tun sollten.
00:23:17: Wie unterscheide ich denn zwischen News?
00:23:19: Die einfach da sind um News zu sein und News, die vielleicht relevant sind für mich, für mein Trading von meinem Investmentansatz?
00:23:25: Ich sage mal, ein guter Börsenkalender ist hilfreich und ansonsten haben wir die Tafeln hinter uns.
00:23:29: Das ist die Wahrheit!
00:23:30: Das ist der aktuelle Kurs.
00:23:32: für den kann ich mir überlegen kaufe ich oder verkaufe ich, dann gehe ich eine Position ein, gehe ich möglicherweise mit dem derivaten Position ein.
00:23:40: und ich weiß Schadtechnik es geht um Wahrscheinlichkeiten ganz wichtiger Punkt natürlich.
00:23:45: Dennoch muss man immer in der Ist-Situation überlegen Denn das kann immer beides passieren.
00:23:50: Die Kurse können steigen und die können feilen, selbst wenn nicht zigfach ein Widerstand vielleicht getestet wurde oder vielleicht zigfache, wenn bestimmte Dinge sich wiederholt haben.
00:24:01: Es gibt Aktien, die verhalten sich sehr rhythmisch oder manche machen ständig Kurslücken also Gaps wo man dann auch sieht.
00:24:07: okay Juliet Packer hat es vor vielen Jahren gemacht, da konnte ich fast darauf wetten dass der Branche was kommt oder Biotech-Aktien machen das auch.
00:24:15: Das heißt Im Prinzip muss ich das Wesen dessen, was ich da handle.
00:24:20: Handle mir genau angucken hat das Besonderheiten.
00:24:23: gibt es bestimmte Marktzeiten wo sich das lohnt wenn ich jetzt als Träder unterwegs bin.
00:24:27: Es gibt bestimmte Tage.
00:24:28: dann sonst mein Tipp immer ein Wirtschaftsdatenkalender zu schauen.
00:24:32: wann sind die großen Reden?
00:24:34: EZB oder wenn die Amerikaner was zu sagen haben wann sind Arbeitszahlen, wann sind die anderen Marktdaten?
00:24:45: Also alles was im Prinzip mit Wirtschaftszahlen zu tun hat und meine Position beeinflussen könnte.
00:24:51: Das ist etwas wo ich drauf gucken würde.
00:24:54: und dann gibt es einige die sehr gut sind, wo man auch einstellen kann letztlich welche Länder, welcher Bereich
00:25:03: usw.,
00:25:03: das schon ganz
00:25:04: gut.
00:25:05: Also gar nicht so oft den Neues hören sondern auf die rohen Zahlen Daten, was steckt dahinter um wirklich so das Wesen rauszufinden.
00:25:12: Ja, wobei ich ... da bin ich bei dir.
00:25:14: Wobei der Punkt, dass ich vorhin eine Strategie habe die Sattelfest ist und geprüft hab, die positiv in Erwartungswert hat, die dann möglicherweise auch diesen Situationen standhalten sollte?
00:25:26: Mhm.
00:25:27: Also wenn ich jetzt meine, okay, ich bin halt länger im Markt, dann kann ich mir überlegen ob das wegmiecht sich.
00:25:33: aber, wenn ich an einem Tag unterwegs bin oder einen Skappingbereich, sollt dich schon gucken welche Nachrichten grade ... für meine Position relevant sind.
00:25:44: Das heißt, man muss schon sehr informiert sein als Investor, besonders als Trader?
00:25:50: Man muss wissen was abgeht oder welche Firmen auch gerade in Aufschwung haben...
00:25:56: Ja und nein!
00:25:58: Also ich hab das lange propagiert und da hat mich letztes Jahr beim Börsenstag in München jemand dran erinnert.
00:26:03: Ich habe immer gesagt eine Strategie ein Markt einen Trader also ein Trader, du oder ich?
00:26:09: Eine Strategie okay und ein Markt.
00:26:12: Und wenn ich den Markt gut kenne, also ich weiß es gibt auch Menschen die leben halt auch im Haaremm.
00:26:16: Kann man überlegen ob das ein Gut tut?
00:26:20: Aber dieses Prinzip face to face und mein Markt in jeder Situation hat schon was!
00:26:26: Ich kann ja immer das Risiko auch gucken wie hoch ist die Volatilität... ...ich kann ja auch meine Markt, der mir wirklich nahe liegt, die Positionen anpassen.
00:26:36: Insofern da drauf aus, dass ich immer dieselbe Positionsgröße nehmen muss.
00:26:42: Ich kann ja auch sehen ... Okay?
00:26:44: Ich nehme halt einen Durchschnitt von was auch immer oder ich kann das ja auch variieren.
00:26:48: Also für mich ist es ein Markt richtig gut kennen und wenn ich den richtig gut kenne, kann ich mir vielleicht einen zweiten oder dritten zulegen.
00:26:54: Aber letztlich reicht auch ein Markt wirklich ... Man kann in einem Markt sehr gut Geld verdienen.
00:27:01: Bei entsprechender Volatilität.
00:27:04: Jetzt hast du vorhin gesagt, du hast selber schon einige Fehler gemacht und viele Fehler psychologische hast du dann auch bei Kunden wiederentdeckt als Coach.
00:27:14: Was sind denn so typische Fehler die in deutscher Privatanlege oder ein typischer Trader so macht?
00:27:20: Also ... Die Angst vor Verlusten fangen wir vielleicht mit denen der an einen kleinen Verluster mitzunehmen ist immer ratsamer als erst mal einen großen Auflaufen zu lassen.
00:27:29: aber kann ich aus dem Nähekistchen plaudern?
00:27:32: Ich hab als weil Jugendlicher oder junger Erwachsener sehr viel aushalten müssen.
00:27:37: Und meine Schmerzkanzler lag immer sehr hoch, warum auch immer die Gründe sind jetzt egal.
00:27:42: Beim Trading war das dann aber auch so, dass minus hundert mir noch nicht weht hat, minus zweihundert mehr noch nicht Weht hat ... bei minus fünfhundert da wurde ich langsam nervös und das ist einfach keine gute Voraussetzung.
00:27:53: Das wusste ich damals noch nicht in dem Sinne, dass ich wusste, das ist mein eigenes Thema, soweit von uns.
00:27:59: Sehr lange Zug.
00:28:00: Und wenn ich mir einfach da sage, okay, wo ist meine Schmerzgrenze?
00:28:04: Dann bin ich schon mal weiter.
00:28:06: Weil ich diese Schmerzen möglicherweise dann einhalte und die Position glattstelle.
00:28:11: Wenn ich aber sag, oh ja gut!
00:28:13: Jetzt spielt es auch keine Rolle mehr, lass das laufen.
00:28:15: Also Verlust-Aversion ist ein großes Thema.
00:28:19: Damit einen hergehen, aber oft auch Sicherheit.
00:28:22: Ich will Sicherheit
00:28:23: haben.".
00:28:23: Heißt auf der anderen Seite, Verluste lasse ich möglicherweise zu weit laufen.
00:28:28: Gewinne nehme ich möglicherweise zu früh mit weil ich gerne mein Geld wieder auf meinem Konto sehen würde.
00:28:33: Das ist aber auch keine Gewinnerstrategie.
00:28:34: das heißt ich brauche schon ein Ziel bis wohin das gehen kann ob das jetzt charttechnisch ist, woraus das jetzt zeittechnisch isst also Markteffekthandel oder was auch immer.
00:28:45: Das ganz egal!
00:28:46: Aber ich braue auf der Verlustseite einen Stop klaren und auf der Gewinnerseite ein Ziel was ich begründen kann für mich, was sich ableiten kann.
00:28:56: Es darf kein Fantasieziel sein!
00:28:58: So und letztlich findet mein Trading zwischen diesen beiden Grenzen Stop- und Zielstadt sonst gar nichts so.
00:29:04: das ist erstmal dass eine wichtige und leider bei dem Verlust wird versetzt wird verschoben wird rausgenommen es einfach Verlussschmerz und da kann ich jedem wirklich nur raten damit zu arbeiten.
00:29:16: Ich weiß, dann kommt jemand gleich und sagt, da wäre ich ausgestoppt, dann ging es wieder in die andere
00:29:20: Richtung.".
00:29:21: Da muss man darüber nachdenken, wie weit man die Volatilität bei der Stop-Setzung beachtet hat ist so eine Geschichte.
00:29:28: Dass das eine gut die Sicherheit haben wollen, etwas kontrollieren wollen, spielt auf der anderen Seite eine große Rolle.
00:29:34: Und dann letztlich alles was sich zurechtlegen kann gibt einfach Menschen, die haben drei Depots Das Depot mit der Strategie, die gut funktioniert.
00:29:44: Und dann wo wir sowieso Geld verbrennen.
00:29:47: So, das heißt klassischerweise mentale Konten... Ich hab, in der Behavior Finance würde man das so ausdrücken und sagen okay du hast aber ein Topfgeld!
00:29:56: In unserem Kopf haben wir aber drei, und aus dem einen bezahlen wir dies.
00:30:00: Wir sehen da diesen Zusammenhang nicht, dass das letztlich unser gesamtes Geld ist.
00:30:05: Das sind so ein paar ... Kontrolle ist uns natürlich auch wichtig.
00:30:09: Kontrollmechanismen.
00:30:10: Und letztlich geht's für mich immer nur darum.
00:30:12: Es gibt emotionale Falle, es gibt kognitive Falle.
00:30:16: Ich hab lange Jahre drüber nachgedacht und denke okay die emotionale Falle ist einfach so naja ich habe Angst vor Verlust oder kriegt nicht genug Gewinn, das ist das eine.
00:30:32: Und ich habe leider nicht die Kontrolle.
00:30:34: Das sind diese ganzen Dinge, die sich beim emotionalen Verhalten zeigen und auf der anderen Seite so ein bisschen Überheblichkeit.
00:30:40: Also ich weiß es besser!
00:30:42: Das ist das Kognitive.
00:30:43: Ich weiß es selbst besser als meine von mir entwickelte Strategie weil ich bin ja der Entwickler.
00:30:48: Und das sehe auch ganz oft dass Menschen wie wirklich gute Strategien entwickelt haben dann irgendwann doch sagen ne Ich mach das anders.
00:30:55: Ich will diese oder jener Aktie jetzt
00:30:56: nicht.".
00:30:57: Und dann gibt's ganz skurrile Sachen, ich hab einen Klienten ... Vielleicht hört man das jetzt?
00:31:02: Der hat ein Filter aus dem Universum von zweitausend Aktien und eines Tages wurde die Borussia Dortmund-Aktia ausgespuckt schon ein paar Jahre her.
00:31:10: Die hatte er nicht gehandelt, etwa weil er Bayernfern war oder anderes, sondern weil der mit Fußball nichts anfangen konnte.
00:31:16: Dann hat er wochenlang zugeguckt wie die Aktie genau das tat was er letztlich vorher gesehen hatte.
00:31:22: So war sein System.
00:31:24: Und das heißt, wir haben auch so Dinge dass wir an bestimmten Branchen an kann weil wir meinen die kennen wir ganz gut.
00:31:32: Ja jemand aus der Automobilindustrie handelt oft auch Automobilaktien oder aus der Finanzindustrie Aktien die eben mit Banken zu tun haben.
00:31:40: und da ist die Frage wie gut wir uns wirklich auskennen.
00:31:43: Dann kommt das Thema dazu, dass wir vor allem im Inland gucken.
00:31:46: Wir kennen uns besser damit aus als mit dem was vielleicht außerhalb läuft.
00:31:53: Ich selber bin auch ein Fan weil ich finde wir haben genug was wir im Inlands handeln können.
00:31:57: Es hat allein teilweise auch wehrungstechnische Gründe auf die man da nicht achten muss.
00:32:02: Das sind steuerliche Sachen die wir weniger aber achten müssen.
00:32:05: im Inland zu handeln, hat auch schon Vorteile.
00:32:08: Aber wir wissen alle die Welt ist größer als Frankfurt oder Deutschland und insofern kann man woanders natürlich auch damit
00:32:15: gut
00:32:16: unterwegs sein.
00:32:17: Das sind so ein paar klassische Sachen, oder zu ankern also den vielleicht noch als wichtigen Punkt.
00:32:22: Wir eröffnen einen Konto bei fünftausend Euro oder bei zehn tausend euro.
00:32:26: Was ist für uns wichtig?
00:32:28: Die fünftausend?
00:32:29: nehmen wir einfach die Fünftausende.
00:32:30: jetzt das Beispiel.
00:32:33: Die sind unser Anker.
00:32:34: Wir wissen dann genau, dass ein gezahlt fällt.
00:32:36: das Konto auf drei tausend auf zwei tausends wissen wir die fünf da haben wir gestartet wissen wir immer die fünf.
00:32:45: wir tun alles um auf die fünf wieder zu kommen schaffen wir vielleicht auch und dann bei vielen ist es so dass dann gar nichts mehr geht und dann tatsächlich ist wieder in die andere Richtung geht.
00:32:55: dieser anka ist äußerst schlecht für uns.
00:32:58: der ist nicht wirklich hilfreich.
00:33:00: Wenn wir ein Konto eröffnen würden mit drei tausend siebenhundert achten sechzig Euro vierundzwanzig, würden uns das wahrscheinlich nicht merken können.
00:33:06: Und unser Ziel ist es eigentlich jeden Tag neu zu entscheiden oder beziehungsweise neu den Amker zu legen.
00:33:14: Das Konto hat heute viertausend dreihundert zwanzig nächsten Tag vielleicht Und das ist unsere neue Referenz.
00:33:25: Wenn wir eine Referenz haben, die wir uns gut merken können, kommen wir oft entweder von oben oder unten wieder in diese Richtung.
00:33:32: aber wir haben einen falschen Fokus.
00:33:34: Das kann man vor allem bei Kontroeröffnungen sehen.
00:33:39: Das sind fast immer glatte Summen und das ist auch unser Anker der hält uns leider oft auf.
00:33:44: also es ist auch so ein Punkt wo man darüber nachdenken kann.
00:33:48: Was ich mir ganz schwer vorstelle für einen Anfänger, der kommt jetzt rein, informiert sich.
00:33:52: Ist vielleicht dann auch überschätztig ein bisschen.
00:33:55: Macht deswegen Fehler und hat aber Angst, weil Fehler gemacht.
00:34:00: Wie findet man diesen Sweetsport zwischen nicht überheblich sein?
00:34:05: Und diese Angstverluste wieder zu erfahren, die man vielleicht schon erfahren hat?
00:34:10: Okay, ich fang kurz anders an ... Es wäre wichtig, dass jeder der trädelt letztlich einen festen Arbeitsplatz zu Hause oder wo er immer hat mit einer LAN-Verbindung.
00:34:22: Da fängt schon an!
00:34:23: Alle anderen Sachen die gemacht werden zählen stückweit auch zu spielen Gaming nennens wie du willst.
00:34:30: so in dem Augenblick wo ich eine gewisse Klarheit da habe das sich da sitze Laufen die Dinge schon mal ein bisschen anders.
00:34:37: Guter Raum, Wasser vielleicht ein paar Nüsse bereitgestellt was auch immer Ruhe für mich Vielleicht wichtige Lichteinstrahlung nichts was ablenkt.
00:34:45: So.
00:34:45: und dann erfahre ich natürlich trotzdem wie du sagst Verluste können mich eilen.
00:34:50: Und dann ist die Frage wie gehe ich damit um?
00:34:52: also Die werden mich immer eilen.
00:34:54: Ich muss das Bewusstsein dafür bekommen, dass ein Verlust dazugehört genauso wie einen Gewinn und bestenfalls mache ich entweder mehr Gewinne als Verluste bei gleicher Höhe oder ich mach bestenfalls durchschnittlich höhere Gewinnie als durchschnittliche Verluster wenn es sich so fünftig-fünfzig ausgeht.
00:35:12: Und dann liegt die Aufgabe im Prinzip bei mir zu lernen wer trädet da?
00:35:19: Aus welchem Grund habe ich das gemacht?
00:35:20: Warum habe ich mich vielleicht an meine Regeln gehalten oder nicht?
00:35:23: Muss sich am Regelwerk was justieren.
00:35:24: Da kommt das Trading Tagebuch dazu, was mich eigentlich begleitet und mir stückweit hilft immer wieder zu gucken, hab' ich mich an die Dinge gehalten?
00:35:34: kann ich die Dinge verbessern?
00:35:35: wie fühle ich mich damit?
00:35:37: Das heißt du hast keine Chance den Verlust letztlich zu vermeiden.
00:35:42: der gehört dazu.
00:35:44: Und die Frage ist natürlich wie hoch du ihn werden lässt und wie sehr er dich angreift.
00:35:49: Und da spielt die Frage tatsächlich nach dem Risiko, was du eingehst.
00:35:52: Eine große Rolle.
00:35:54: Wenn du jetzt dein Depot gleich mal um zehn Prozent eliminierst mit einem Trade und dann macht das etwas ganz anderes als wenn du im Prozentbereich oder am halben Prozentbereich unterwegs bist?
00:36:05: Das spürst du natürlich auch körperlich, dass es wie eine kleine Brandblase stellt dir vor Du hast auf die Herdplatte gefasst und siehst erst einmal noch ein paar Tage.
00:36:14: Und anders als bei jemandem, der vom Pferd fällt, wo man sagt steigt bitte gleich wieder auf.
00:36:18: Das ist mein Tipp und die Erfahrung in den letzten vielen Jahren mittlerweile Jahrzehnte, dass ich sage okay, müssen wir erst mal schauen warum es das passiert?
00:36:26: Warum ist es vielleicht in der Ausprägung passiert und wie gehst du in Zukunft damit um?
00:36:30: Die Angst schwingt definitiv mit und ein Stück weit muss geschaut werden, wo kommt die Angst her?
00:36:37: Also ums Mal hier sehr ... vorsichtig auszudrücken, man kann das natürlich viel tiefer gucken.
00:36:43: Da gehst du dann schon an die Arbeit mit jemandem und schaust okay.
00:36:46: Wo hast du im Allgemeinen Leben Ängste?
00:36:48: Dann letztlich machst du ... Du bist ja du!
00:36:50: Wenn du als Lukas Trades, dann wirst du dich selber treten genauso.
00:36:56: Und wenn du meinst hey du musst hier übertreiben und richtig fettes Risiko gehen, dann bist in anderen Lebensbereichen möglicherweise auch so.
00:37:02: nicht immer.
00:37:03: Es ist nicht wie immer.
00:37:03: eins zu eins gibt Leute Träden, Bundes-Schatzbriefe und fahren schwarze Pisten im Ski.
00:37:08: Da gibt es schöne Studien drüber.
00:37:10: also das kann man nicht fallgemeinern.
00:37:11: aber nehmen wir mal an du wirst jetzt ... Du würdest dich träden als Person dann bist du entweder im Leben vorsichtig Also bist du möglicherweise in beiden Richtungen vorsichtig Und achtsam.
00:37:23: Wenn du aber sagst hey was kostet die Welt zack noch ein Tweet hinterher Dann ist das ein Stück weit vielleicht auch dein Lifestyle und da ist es schon wichtig zu schauen wie sieht's mit meinem Geld überhaupt aus?
00:37:34: Wo habe ich das her?
00:37:34: Das ist übrigens auch ein interessanter Punkt.
00:37:37: Selbstverdienendes Geld, da passen wir viel besser darauf auf als ihr habt das Geld, geklautes Geld, gefundenes Geld vom Finanzamt der Stadtte des Geldgut kommt nicht vor.
00:37:48: aber so im Prinzip weißt du wenn Du für Dein eigenes Geld gearbeitet hast und Weiß wieviel darin steckt dann gehst Du damit ganz anders um.
00:37:56: Und es klingt vielleicht so bisschen martialisch.
00:37:57: Aber ich sage immer, ein Trade ist ein Stück weit auch wie ein Baby Wie ein Kind.
00:38:01: Da muss man drauf aufpassen.
00:38:03: Und ja, manchmal kriegt es Schnupfen.
00:38:04: Das sind die kleinen Verluste aber schwere Verletzungen darfst du eigentlich nicht davon tragen.
00:38:09: das meine Aufgabe mich darum zu kümmern.
00:38:11: und durch die Schnelllebigkeit durch den Informationsfluss durch dass wir eigentlich Wir stehen ja quasi jetzt sitzen wir hier im Paket Aber im Prinzip wenn wir Zuhause sind sind wir auch auf dem Parkett.
00:38:22: das geht Ja heute in Und das kostet kaum was.
00:38:26: Das kommt noch dazu, und das verführt uns natürlich ein Stück weit auch eben Dinge in Zeiten zu machen wo wir es besser sein lassen sollten.
00:38:34: Es ist ähnlich wie mit dem Handy.
00:38:36: Das Handy haben wir eigentlich immer bei uns.
00:38:38: dabei sollten wir's vielleicht mal vier Stunden am Tag in irgendeine Ecke legen, wenn wir's nicht brauchen.
00:38:43: Beim Trading ich kenne zahllose Leute die gucken immer wie stehts mit meinem Depot oder wie stets mit meinem Trade.
00:38:48: sie kündlich minütlich können gar nicht davon ablassen und wir brauchen eine Distanz dazu.
00:38:54: Und diese Distanz können wir entwickeln durch Routinen, durch Pausen.
00:38:57: Bewusste Pausendurchsport!
00:38:59: Durch was auch immer.
00:39:00: Das sind wesentliche Aspekte damit man noch lange Jahre treten kann und nicht nur vielleicht zwei, drei, vier Jahre bis man erschöpft ... nicht mehr weiterkann.
00:39:09: Ja.
00:39:10: Find ich super Gesprächsverlauf.
00:39:11: Wir haben jetzt beim Ich angefangen, sind über Psychologie, Neurowissenschaft wieder beim Ich gelandet?
00:39:17: Ja.
00:39:18: Ist ein bisschen der Kern für mich irgendwie von dem Gespräch?
00:39:21: ja.
00:39:22: Vielleicht ein bisschen konkret jetzt gegen Ende.
00:39:24: Du hast gerade schon erwähnt, hey so'n Trading-Tagebuch kann sinnvoll sein.
00:39:28: um sich selber kennenzulernen musst du irgendwie zu erkennen Warum und was gibt's vielleicht noch für andere Möglichkeiten die einem selber helfen können?
00:39:37: Rationale gute Entscheidungen zu treffen
00:39:39: Also mir wirklich ein gutes Persönlichkeitsmanagement zuzulegen.
00:39:43: also So witzig das klingt ausreichend schlaf damit fängt das an bestimmte tradingzeiten und die dann auch einhalten.
00:39:50: Wenn ich eine Vormittagssession tradee von acht bis zwölf von mir aus, also ich bin mit Vorbereitung und Nachbreitung von acht Bis zwölfe unterwegs.
00:39:59: Dann fange ich nicht an am Nachmittag zu datteln in Amerika oder gucke mir dann sonst was an.
00:40:04: Also sprich Ich entwickle etwas das zu mir meinem Lifestyle, mein Leben, meinen Umständen, meinem Konto passt Und das setze ich dann eins zu eins um.
00:40:12: Das ist auf jeden Fall taktisch schon mal schlau.
00:40:16: Irgendwas Handel, was ich gerade gehört habe oder gesehen hab.
00:40:19: Sondern ich bleibe bei dem, was sich gut
00:40:21: kann.".
00:40:22: Also ich sag mal ein Physiker bleibt auch eher im Physiklabor als das dann Wald rumläuft.
00:40:28: und beim Trading haben wir aber so viele Möglichkeiten.
00:40:30: Wir brauchen meinen, wir brauchen diesen Fokus nicht.
00:40:34: Aber dieser Fokus bringt uns, trägt uns letztlich weiter.
00:40:37: Das Trading-Tagebuch ist ja weit mehr als zahlen!
00:40:39: Dass Trading Tagebuchen enthält möglicherweise eine Spalte.
00:40:42: wie geht's mir heute?
00:40:45: verarbeitet den Gewinn oder den Verlust.
00:40:48: Das geht darum, wie fühle ich mich gerade und lasse sich die schlechte Laune nachher an meinen Liebsten aus?
00:40:53: Wenn ich dann vom Trading Desk aufgestanden bin, spielen viele Dinge eine Rolle.
00:40:57: was kann nicht verbessern?
00:40:59: oder wo sehe ich etwas was heute vielleicht merkwürdig oder besonders war?
00:41:04: Und wenn ich das... Ich bin zwar so ein handschriftlicher Freund aber So eine Excel-Tabelle hilft dadurch aus, weil ich mit bestimmten Keywords einfach auch immer wieder Situationen suchen kann.
00:41:15: Und wenn ich eine Strategie habe und feststelle dass sich Märkte vielleicht verändert haben in Sinne von Volatilität dann lohnt es sich manchmal ein paar Punkte mehr auf der Stoppseite nach unten zu gehen das Risiko etwas zu vergrößern und vielleicht je nachdem auf der anderen Seite das auch anzupassen.
00:41:32: Und da für mich hilft ein Trading-Tagebuch.
00:41:34: Wenn ich sehe, Moment, zehnmal ausgestoppt im letzten Monat hätte ich nur zwei Punkte mehr Risiko genommen, z.B.
00:41:40: auf den Dachsbeziehungen und dann sagen wir zehn, zwei ist ja wenig... Dann wäre ich nur dreimal ausgestopt worden.
00:41:48: Das heißt, ich spiele mit meinen eigenen Daten!
00:41:51: Und das ist was, was auf jeden Fall hilft.
00:41:53: und ansonsten ... guter Ort, wohlfühlort.
00:41:56: Ich selber sage es klingt für viele komisch aber es gibt viele Fans mittlerweile die ich damit habe kleine Kerze anmachen nicht im Sinne von Beistand bitten sondern im Sinne ist Ruhe im Raum.
00:42:07: An der weißen Kerze siehst du durchaus sowas immer Wasser da haben um im Fluss zu bleiben immer auch ein paar Bewegungsübungen machen am Schreibtisch oder kann jetzt nicht jeder aber wenn ich hab noch ein kleines Büro aber ich leg mir auf den Schad auf dem Bimmer Und laufe quasi auf und ab, also ich bin in Bewegung.
00:42:30: Also ich sehe das dann ja?
00:42:32: Ich habe das schon oft auch in mehreren Brokern schon empfohlen dass sie nicht mal Charts mit Musik unterlegen im Sinne von wenn es dramatisch wird und steigt dass die Musik dann ein anderes als wenn es so eine Seitwärtsphase hin- und herplätschert.
00:42:44: Und durch die Möglichkeit, wenn du einen Chart über auf dem Beamer legst dann hast du siehst es halt richtig groß und dann ist wichtig das der Chart nicht bis an den rechten Rand geht sondern dass du die Fantasie hast wie kann sich das weiterentwickeln?
00:42:56: denn letztlich werden wir genau hingucken.
00:42:58: Das sind alles Wiederholungen mehr oder weniger stark ja immer wieder bestimmte Märkte machen ich will nicht sagen ständig dasselbe vielleicht dann auf anderen Niveau.
00:43:07: also klar die Kurse steigen aber dass du bestimmte Dinge siehst oder das du bestimmten Tagesverläufe eins zu eines anderen Tages verläufen, eins zu eins an Anfang sein zuordnen kannst.
00:43:18: Das ist schon was wo man durch gute Beobachtungen ... Ich sag immer ein Trader der auch Fischer- oder Jäger ist, der braucht auf jeden Fall und hat auf jeden fall schon mal Geduld weil ihm die Tiere nicht direkt ins Netz laufen springen oder die Tiere laufen sondern ich kann hier ganz anders agieren.
00:43:37: also ich bin im Prinzip Alles was mir als Mensch auf der körperlich geistigen und seelischen Ebene gut tut, das wird letztlich mein Training oft so gut gekommen.
00:43:46: Eigentlich kann man es so einfach sagen Sauerstoff ist wichtig Bewegung ist wichtig denn letztlich ist es ein Job wo man sitzt Und das ist allein schon wenn du wenn du es ein bisschen größer gestaltet und die Möglichkeit hast hilft dir das schon Weil du dich eben bewegen kannst.
00:44:03: Vielleicht abschließend von dir, wenn du jemanden ein Tipp mitgeben kannst der jetzt gerade dabei ist bemerkt hat hey rein psychologisch da gibt es noch einiges woran ich arbeiten kann.
00:44:12: das ist vielleicht eine große Baustelle warum's nicht läuft.
00:44:15: Vielleicht einen Tipp von dir an die Person die uns gerade zuschaut.
00:44:18: was wäre so das wichtigste?
00:44:19: oft dass man achten sollte?
00:44:23: Bei so vielen Dingen die wir schon besprochen haben spannender Punkt!
00:44:26: Vielleicht ist das das Wichtigste zu schauen wer bist Du und das aber auch dann eins zu eins umzusetzen.
00:44:35: Also was tut mir gut?
00:44:36: Was tut mir
00:44:37: good?!
00:44:37: Wir wissen es beim Essen, wir wissen das beim Trinken und wir wissen wofür wir die Finger lassen!
00:44:41: Die Finanzmärkte liefern uns einen Füllhorn von Dingen.
00:44:46: dies... Es ist abgefahren.
00:44:47: viel dass wir lernen uns zu begrenzen.
00:44:50: also ein Stück weit vielleicht ganz wimpel einfach mal den fokus enger machen kleiner werden sich auf vielleicht wenig zu konzentrieren und da die Lupe anzulegen Und immer jeden tag auf fragen Ist es das wirklich, was ich jetzt tun will?
00:45:05: Oder würde ich lieber etwas anderes tun.
00:45:08: Ist auch das Risiko richtig, was Ich gerade eingehe oder würde ich auch da lieber ein niedriges oder sogar höheres nehmen also dieser dieses mich und meine PS in Anführungszeichen Auch im den Finanzmärkten auf die Straße zu bringen.
00:45:20: Da kommt letztlich drauf an Und da würde ich sagen wie bei Sportlern alles tun von Kopf von mir aus bis zu den Füßen, dass das funktioniert.
00:45:30: Und das Mentale ist da wirklich wichtig auch mal mental vorauszugehen ein Trade durchzugehen in denen man ist oder indem man eingehen will und zu kalkulieren, dass ich gewinnen kann und verlieren kann mit dem Trade.
00:45:45: Beides Szenarien für mich sich dann gut anfühlen weil es ist das Wesen von Trading.
00:45:51: Es gibt Long, Short, Gewinn und Verlust.
00:45:54: Das ist das was ich vielleicht an der Stelle noch mitgeben kann.
00:45:58: Das war Dr.
00:45:59: Raimut Schrieg, links zu ihm findet ihr unten in der Videobeschreibung an dieser Stelle.
00:46:03: nochmal vielen Dank an die deutsche Börse, links zur deutschen Börsel findet ihr auch unten.
00:46:08: wir sehen uns auf dem nächsten Börsen-Tag vielleicht auch wieder mit dir als Referent wäre natürlich toll.
00:46:13: und ansonsten danke fürs Zuschauen.
00:46:15: macht's gut und bis bald!
00:46:18: Danke!
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