Der Sparplan-Trick, der dich langfristig doppelt so reich macht | Nikolas Kreuz
Shownotes
Rund 80 % aller Anlageentscheidungen treffen wir nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus, neurobiologisch begründet und an der Börse teuer. Nikolas Kreuz, Gründer & Geschäftsführer der INVIOS GmbH (Hamburg), war über 35 Jahre am Kapitalmarkt, davon 20 Jahre in der Leitung von Vermögensverwaltungen u. a. als CIO zweier Landesbanken. Am Börsentag Köln erklärt er, warum wir als „Homo irrationalis" investieren, welche wenigen Fehler die größte Wirkung haben und wie du mit Disziplin, breiter Streuung und einem cleveren Sparplan-Trick langfristig besser fährst.
🔥 In dieser Folge lernst du: ► Warum ~80 % unserer Anlageentscheidungen emotional statt rational sind ► Der Kardinalfehler Nr. 1 – mangelnde Diversifikation – und wie du ihn vermeidest ► Ob man ein Depot auch zu breit streuen kann (MSCI World vs. All Cap) ► Der Monatsultimo-Effekt: warum der 15. eines Monats den 1. schlägt ► Wann ein aktiver Fonds seine höheren Kosten wert ist – und wann nicht ► Die eine Sache, die du ab heute ändern solltest
❓ Häufige Fragen aus der Folge: ► Ist Behavioral Finance echte Wissenschaft oder Marketing? Nikolas ordnet ein, warum der Entscheider im Mittelpunkt steht. ► Was ist der größte Anlagefehler? Fehlende Diversifikation – breit streuen über Länder, Sektoren und Indizes. ► Kann man zu breit streuen? Warum mehr Streuung vor allem die Schwankung senkt, nicht die Rendite killt. ► Was ist der Monatsultimo-Effekt? Warum der Sparplan zum 15. statt zum 1. über sehr lange Zeit einen messbaren Vorteil bringt.
👥 Für wen ist diese Folge? ► Sparplan-Anleger, die aus ihren ETFs mehr rausholen wollen ► Alle, die verstehen wollen, wie Psychologie ihre Börsen-Entscheidungen steuert ► Langfrist-Investoren, die Fehler vermeiden statt Renditen jagen wollen
⏱ Kapitelmarken: 00:00 ► Nikolas Kreuz – Geschäftsführender Gesellschafter, INVIOS 00:24 ► Sind wir an der Börse irrational? Emotionen vs. Rendite 01:34 ► Die größten Fehler der Privatanleger (Behavioral Finance) 03:48 ► Diversifikation: Kann man ein Depot überdiversifizieren? 06:22 ► Selbstüberschätzung & Gier – der teuerste Anlagefehler 09:06 ► Behavioral Finance & Charttechnik: 200-Tage-Linie, MACD, Bollinger 11:39 ► Wie viel Börsenwissen brauchst du wirklich? 12:42 ► Monatsultimo-Effekt: Sparplan besser am 15. als am 1. 14:38 ► Was macht INVIOS? Aktiv gemanagter Mischfonds im Check 17:55 ► Aktive Fonds vs. ETF: Kosten & Absicherung nach unten 21:10 ► Der wichtigste Tipp für deine Geldanlage
✅ Die wichtigsten Tipps zum Mitnehmen: ► Nur wenige Fehler vermeiden bringt den größten Teil der Wirkung (80/20) ► Breit streuen – über Länder, Sektoren und Indizes – statt auf 2–3 Titel setzen ► Sparplan diszipliniert laufen lassen und antizyklisch dranbleiben, auch in Korrekturen ► Den Monatsultimo-Effekt nutzen: Ausführung zum 15. statt zum 1. prüfen
🔗 Ressourcen & Links: • Nikolas Kreuz / INVIOS: https://www.invios.de • Monatsultimo-Effekt: einfach mal googeln oder die KI danach fragen • Passender Blogartikel: https://investieroderverlier.de/podcast/kurzinterview/behavioral-finance-anlagefehler/
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⚠️ Risikohinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung. Genannte Einzelwerte, Fonds und Produkte sind Beispiele, keine Kaufempfehlung. Investitionen an der Börse sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich eigenständig und handle verantwortungsvoll.
Transkript anzeigen
00:00:00: Achtzig Prozent unserer Anlageentscheidung treffen wir aus dem Bauch heraus.
00:00:04: Was da dahinter steckt, ob das klug ist oder vielleicht auch nicht sprechen wir heute mit Herr Kreuz von INVIOS.
00:00:11: Herr Kreutz vielen Dank dass Sie sich Zeit genommen haben für uns.
00:00:21: Vielen Dank für die Einladung Herr Beißwengern!
00:00:23: Sehr
00:00:23: gern.
00:00:24: was steckt denn hinter dieser These?
00:00:26: Sind die Menschen doch nicht der Homo Ökonomikus sondern der HOMO Irationalikus?
00:00:31: Ja das ist ein Leidem.
00:00:32: Das ist letztendlich neurobiologisch oder evolutionstechnisch, weil es so begründet.
00:00:38: Weil hier einfach ein System, ein hier archäisches System würde ich sogar bezeichnen – ein eins Komma fünf Kilogramm schweres Entscheidungsorgan quasi auch in Stressphasen uns halt zu entscheiden lässt.
00:00:54: dass wir nicht rational entscheiden sondern eben als der Humor irrational unterwegs sind.
00:01:00: Das sehen wir ja in der Regel überall.
00:01:02: Wenn wir ein Auto kaufen, wenn wir eine Partnerschaft eingehen.
00:01:07: Selbst wenn wir an den Supermarkt gehen dann lassen wir uns eben halt doch durch große Marken verführen, durch grelle Farben etc.
00:01:15: und das ist das was uns einer Börse hindert nachhaltig stetig Renditen zu erzielen.
00:01:21: Ich war vorhin kurz bei Ihnen im Vortrag.
00:01:23: ich habe gleich gemerkt Sie fesseln die Menschen der Saalwaffe voll.
00:01:27: sie haben also diese Zwischenmenschliche voll drauf.
00:01:30: und doch diese Anlagestrategie sagen sie muss rational sein.
00:01:34: Was sind denn so die größten Fehler, die Sie jetzt in den letzten fünfunddreißig Jahren vielleicht gesehen haben bei Anlegern oder vielleicht selber auch ja gemacht haben?
00:01:42: Sehr gute Frage!
00:01:44: Ich merke schon dass Sie als Moderator sehr tief reingehen.
00:01:47: das ist wichtig für die Zuhörer, dass man versteht was eigentlich hinter dieser Systematik steckt.
00:01:54: also wenn alle Entscheidungen von allen Marktakteuren irrational passieren, wenn wir uns das erklären.
00:02:01: Dann ist es ja letzten Endes auch folgerichtig, dass man diese Fehler, wenn man sie dann vermeidet, letztendlich ist für sich nutzen kann.
00:02:09: Wenn die ganze Herde irrationale unterwegs ist, kann man diese Marktanomalie auch für sich sehr gut nutzen und genau das tun wir.
00:02:16: Es gibt im Grundsatz über hundertundzwanzig Anlagefehler, die die Behavior Finance oder Neurofinance décidiert auch erklärt.
00:02:26: Aber auch da gilt halt das Prinzip, wenn ich nur mit zwanzig Prozent der Fehlervermeidung unterwegs bin.
00:02:33: Erzähl' ich achtzig Prozent Wirkungsgrad und das ist das Schöne weil wenn man dann nur fünf oder sechs Fehler nicht macht Dann hat man etwa ein Vorteil dass man etwa achtzig prozent der wirkungsvollsten Fehler vermeidet Und dann ist man auch im prinzip sehr gut unterwegs.
00:02:49: die restlichen brauner nicht.
00:02:50: da hat man achtzig Prozent Arbeit um noch zwanzich Prozent Wirkungskrad zu erzielen.
00:02:55: Das ist unsinnig.
00:02:56: Man soll die Treppe von oben runterkehren, nicht die Nadel im Heuhaufen suchen – das ist unsin.
00:03:01: Lassen Sie uns das mal konkretisieren!
00:03:03: Ich merke schon da ist Tiefes fundiert und wissen da.
00:03:06: was sind denn klassische Fehler, die sie mit ihrer Recherche herausgefunden haben oder dann auch begegnet sind im Alltag?
00:03:12: Ja also die Wissenschaft ist wie gesagt über dreißig Jahre alt.
00:03:15: schon dafür gibt es wunderbare technische Mittel wie das MRT oder das funktionale MRT-Verfahren.
00:03:24: viele Neurobiologen, Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler zusammengetragen.
00:03:29: Das hat mich als junger Mensch fasziniert.
00:03:31: Ich hatte das dann als Wahlpflichtfach genommen weil alle anderen Theoreme sind ja dann doch an der Universität eher sehr theoretisch.
00:03:39: Fassen nicht den Menschen, der letztendlich auch die Entscheidung an der Börse trifft, das integrieren diese Systeme integriern, was nicht?
00:03:48: Der größte Kardinalfehler ist Das werden wahrscheinlich viele ihrer Zuhörer und Zuseherinnen auffestellen, ist die mangelnde Diversifikation.
00:03:57: Man kauft einfach weil man was gehört hat der Typ vom Taxifahrer oder letzten Endes auch der von Freund oder Nachbarn, man kauft das was in aller Munde ist.
00:04:06: und das ist im Grundsatz schon der erste große Kardinalfehler.
00:04:11: Die Investition kennzeichnet oder eine erfolgreiche Investition, dass man breit streut.
00:04:16: Dass man eben nicht nur einzelne Titel kauft und das Gesamtportfolio vielleicht auf zwei drei Werden beruht.
00:04:23: Damit hat man eine hohe Schwankungsbreite im Depot sondern man versucht in homöopathischen Dosen bereit zu diversifizieren über Länder, Sektoren, Sectorallokationserzählen.
00:04:35: Man sollte auch in die Tiefe reingehen.
00:04:37: Das heißt also unterschiedliche nach Marktseises unterschiedliche Indizes kaufen.
00:04:43: und ihre Zuhörer haben ja auch diese wunderbaren Möglichkeiten, seit über zwanzig Jahren auf der Basis der ETFs die richtigen Dinge zu kaufen um dann bereit zu streuen.
00:04:55: Das ist der allergrößte Fehler denn viele halt versäumen oder machen dass sie nicht richtig streuen.
00:05:01: das Risiko streuen
00:05:03: vielleicht da direkt mal reingehackt gibt es auch zu breit gestreut gibt's auch über diversifiziert?
00:05:07: Oder ist mehr gleich besser?
00:05:09: Also es gibt die Untersuchung, man kann ja auch einen normalen MSCI World den Core MSCI Worlds mal mitlaufen lassen oder ein Filter draufsetzen SRI also ein Nachhaltigkeitsfilter.
00:05:22: Oder die andere nachhaltig keites Filter drauf setzen dann wird die Streuung umso geringer.
00:05:27: wenn sie dabei aber den All Cap nehmen der eine doppelte hohe Anzahl hat wie die Tausend drehundert Werte in dem MSCI Core dann sehen sie, dass der noch weniger schwankt.
00:05:37: Also noch weniger Amplituden hat.
00:05:39: die Wohler ist raus und man sieht über einen sehr langen Zeitraum das der Chart von links unten nach rechts oben geht.
00:05:45: also wirklich sauber.
00:05:46: konkret ihre Frage ja bzw nein?
00:05:50: man kann nicht maximal Streuungsverluste generieren sondern es ist gut zu streuen.
00:05:58: Das schützt Sie vor dem unsystematischen Risiko, was sie eingehen.
00:06:03: Also ein systematisches Risiko das Marktdemonent ist können Sie nicht ausnullen aber durch eine breite Streuung haben sie die große Möglichkeit halt stetige Renditen zu erzielen und darum geht es.
00:06:15: Die Rendite im Verhältnis zu dem eingesetzten Kapitän zum Risiko muss normales Maß haben
00:06:22: ... da wir jetzt ja auch so ein bisschen in das Thema Psychologie reingehen.
00:06:25: Ich habe bei mir selber festgestellt, ich war auch gierig am Anfang meiner aktiven Anlagezeit, der wollte Outperformance-Erziehung mit wenig einzelnen Titeln, konnte nicht gut schlafen viel zu oft aufs Depo geschaut und hab mich bei Benchmarks irgendwie übertroffen.
00:06:38: also total versagen auf allen Linien.
00:06:42: wie gehen sie mit sowas um wenn Sie das hören?
00:06:44: Und ich war davor auch ein informierter Investor, der eigentlich das schon wusste und trotzdem gedacht hat aber ich bin diese eine von.
00:06:55: Ist das jetzt, wo Sie sagen, hey komischer Typ oder sehen sie das öfters?
00:06:59: Irren ist menschlich.
00:07:01: Wir sind auf diesem Planeten auch um zu lernen.
00:07:04: Ich glaube die wichtigste Konsequenz haben Sie eigentlich schon von sich aus gezogen und dass Sie daraus gelernt haben.
00:07:10: Es gibt natürlich die Unterscheidung, dass kluge Menschen eben halt aus Fehlern anderer lernen und die etwas weniger klugen halt aus ihren eigenen Fehleren.
00:07:18: aber... Das ist ganz wichtig!
00:07:20: Wir bewegen uns ja immer in theoretischem System.
00:07:24: Auch Geld ist ja was Immateriales, auch Verluste.
00:07:27: so sind Buchverluste, keine realisierten Auseinandersatz verkauft.
00:07:31: aber der wesentliche Punkt ist aus diesen Fehlern zu lernen und im Grundsatz eine Disziplin an den Tag zu legen und das stetig weiterzu verbessern.
00:07:42: wenn man wie gesagt diese Fehler vermeidet dann haben sie einfach schon viel gewonnen gilt es wirklich auch über die lange Distanz zu investieren.
00:07:51: Das ist der Unterschied zwischen spekulierenden Investieren, wenn sie da eine gute Zeit auch investieren mit möglichst kleineren Portionen an Kapital und dann geht's darum eben mal diese Fehler zu vermeiden.
00:08:06: Und erfolgreiche Investoren sind die, die nicht alles auf eine Karte setzen.
00:08:11: und die Jungen haben halt zu lernen.
00:08:12: das ist ähnlich wie bei einem Führerschein vielleicht erst einmal eine kleinere Kubik-Raum fahren, dann darf man später größere Maschinen fahren um zu wissen was man da tut.
00:08:24: Und das wesentlichste ist eigentlich zu lernen und aus diesem Lernen heraus so einen humanen Kapital zu bilden dass sie in Ruhe auch diese Stressphase im Kapitalmarkt sinnigerweise mit ein bisschen Demut aber vor allen Dingen auch mit Disziplinen durchstehen.
00:08:41: Meistens verlieren Sie ja am Kapital Markt indem Sie eben halt in diesen Drawdowns, so nennen wir das.
00:08:47: Also in diesen Konsolidierungsphasen die immer wieder Phasen sind wenn sie da der Mut verlässt und sich dann eben halt entgegen ihrer Disziplin dann unten verkaufen.
00:08:57: Das Prinzip soll genau anders herum heißen günstig einkaufen und teuer verkaufen.
00:09:02: dass ist das Prinzip an der Börse was Erfolg verspricht.
00:09:06: Behavioral Finance erklärt vieles im Rückblick irgendwie total logisch und rational aber in dem Moment Hilfsamt vielleicht doch nicht immer.
00:09:16: Ist das wirklich eine fundierte Wissenschaft?
00:09:19: Und jetzt ganz provokativ gefragt von mir, oder ist es vielleicht auch so ein bisschen ein Marketing-Ding?
00:09:24: Wie auch dann seht ihr's ein, weil viele Punkte sind schon klar für mich und die fühle ich auch so und die habe ich selber auch erlebt und viele Fehler gemacht.
00:09:33: Und doch ist dann die Situation neu!
00:09:36: Ja jetzt wird spannend, jetzt gehts ins Reihen gemacht der Weißhänger.
00:09:40: Ich glaube, dass viele Systeme eben halt nicht den Entscheider wirklich in den Mittelpunkt stellen.
00:09:45: Das tut die Behaviour und Neurofinance.
00:09:48: Ich weiß es damals große deutsche Universität waren erst wie angloamerikanische mit diesem Thema schon früher um die Ecke gekommen sind, schon in den Achtziger-Ninzigern Jahren auch große Assetmanager im Finanzintermediäre.
00:10:03: ich bin der festen Überzeugung wenn man weiß wie man diese relativ allgemeinen Weisheiten umsetzt indem man eben halt auch der Charttechnik teilweise vertraut zum Timen und man solche Prinzipien, der Streuung für sich erkennt.
00:10:19: So wie auch Fonds gemanagt werden nach usage-konformen Strukturen dass man nicht mehr als zwanzig Prozent in einem Indextracker investiert.
00:10:27: Nicht mehr als fünf Prozent in eine Einzeltitel.
00:10:30: Nichtmehr als zwantig Prozent im Cash investieren darf.
00:10:34: das sind risiko reduzierende Maßnahmen Regeln die man auf gar keinen Fall über Bord werfen darf.
00:10:40: Sich an gleitenden Durchschnitten entlang zu hangen, und zu sagen, die zweihunderttages-Linie ist eine Trendfolgesystematik, wonach sich viele ausrichten.
00:10:51: Und wenn viele sich danach ausrichten, dann können sie dieses System auch gut spielen.
00:10:55: Wenn Sie die Bollinger-Bang-Bänder nehmen, dass wenn Sie sich zusammenziehen in der Charttechnik, dann sehen Sie wie sprich wirklich die Herde trebbelt... ...und da wissen Sie, das weht sich jetzt was, die wissenschaftlosen Joggs!
00:11:06: nach oben oder nach unten läuft.
00:11:08: Dann gibt es Rainbow-Strukturen, die Ihnen klar zeigen wo ist das abnehmende Momentum.
00:11:12: und dann gibt es die klassischen Kennzahlen wie die MRCDs, RSI, das sind alles so Kennzahlendiehen wenn man ein bisschen tiefer reinschaut.
00:11:20: dafür muss man keine Raketenwissenschaften studiert haben.
00:11:24: Dann kann man mittels diesem Instrumentarium mit der Erfahrung durchaus immer wieder auch erkennen dass da viel Psychologie in der Börse drinsteckt und das sind sehr wertvolle Instrumente.
00:11:36: Ich merke schon, Ihr Wissen geht tief.
00:11:39: Vielleicht da eine Frage zu muss ich als Privatanleger so tief drin sein wie Sie oder so ein Nerd sein wie ich sich regelmäßig damit beschäftigen?
00:11:47: Oder reicht es halt einen Sparplan auf einem guten ETF einen soliden Fonds irgendwie aufzusetzen und... Ja
00:11:53: in der Tat das hängt auch ein bisschen vom Vermögen ab und auch von der Aufzeit.
00:11:58: will heißen welchem Lebenszyklus ich mich bewege Aber im Grundsatz kann man das sehr, sehr gut über die ETF machen.
00:12:03: Wir hatten ja gerade über den MSCR World gesprochen.
00:12:06: Sparplan ist ein wunderbares Mittel weil es einen eigentlich auch aus der Neuro Finance belegbaren Anlagefehler vermeidet nämlich antizyklisch zu kaufen.
00:12:17: Wenn Sie monatlich sparen dann kaufen sie halt prozentual mehr Voranfeile an.
00:12:23: in tieferen Marktphasen und dem hoch bewerteten Marktphasen war alles etwas teurer als kaufen Sie mit Ihrer konstanten Sparplansumme Ein bisschen weniger Voranteile an.
00:12:33: Macht Alalong einen antizyklischen Investor aus und das ist genau das, wo sie ihrer Psychologie ein Schnipchen schlagen weil sie da ein automatisiertes Verfahren haben.
00:12:42: jetzt gebe ich ihrem Zuhören und Zuschauern noch einen Hinweis der sehr wertvoll macht sie in seventy Jahren doppelt so reich den Sparplan nicht zum ersten eines Monats sondern zum fünften eines monats auszurüchten.
00:12:58: Das ist der sogenannte Monats Ultimo Effekt Kann man auch googeln, kann man noch die KI fragen.
00:13:05: Sie kaufen Infinity C mal jeden Monat am fünfzehnten etwas günstiger an als zum ersten eines Monats weil alle Leute haben ihre Handyverträge mieten Versicherungen immer zum Ersten eines Monates laufen und wir wissen auch dass der Großteil aller Investoren die Sparpläne machen.
00:13:21: Die kaufen zum erstes eines monats an.
00:13:23: Will heißen Gebirse ist um den ersten oder letzten eines Monads immer etwas teurer ... als Zimmter eines Monats, weil weniger Lemminge auf die Börse zugeht.
00:13:33: Und das hilft diesen Herbentrieb letzten Endes auch zu vermeiden?
00:13:38: Müssen Sie mir mal zuschicken irgendwie dieses Research Paper dazu, weil ich habe
00:13:41: mich da... Monat-Ultima-Effekt!
00:13:42: Okay, Monat
00:13:42: Ultoga.
00:13:43: Okay,
00:13:43: muss man anschauen.
00:13:44: Ich hab's irgendwie vor vier Jahren mal auf dem Schirm gehabt und dann war umso früher du kaufst, um so besser.
00:13:48: also spielt es keine Rolle.
00:13:49: aber ich... Der
00:13:50: Zeitfraud.
00:13:51: Ja, also früh, man sollte möglichst früh anfangen, weil dann der Zinseszinz Effekt nach hinten rauswirkt.
00:13:57: Der Monatsultimoleffekt ist der Effekt, weil man an der Börse zum Mitte eines Monats etwas günstiger minimal ankauft.
00:14:04: Aber das macht sich in Toto im Jahr auf etwa ein Prozent Performance-Differenz.
00:14:08: Beleißen Sie kaufen einen Fond zum Fünfzehn und einen zum Ersten dann liegen sie im Schnitt.
00:14:13: Das ist wissenschaftlich fundiert.
00:14:14: Liegen Sie am Ende eines Jahres ein Prozent, obwohl wir dieses gleiche Anlagebegegel gekauft haben und nur unterschiedliche Kaufen.
00:14:20: zum Zeitpunkt vierzehnt Tage versetzt?
00:14:22: Ein Prozent vorne!
00:14:24: Und nach der Zwei-N-Siebziger-Regel bedeutet ein Prozent.
00:14:26: Zweiundsechzig durch ein Prozent geteilt und zweiundsiebzig Jahren verdoppeln Sie ja Vermögen.
00:14:33: Super Tipp, ich danke Ihnen dafür!
00:14:34: Ja,
00:14:34: das sind die Sparpläne.
00:14:36: Ganz wichtig, ja?
00:14:38: Jetzt haben sie natürlich auch eine Lösung mit InVios.
00:14:41: was machen Sie mit Invios konkret?
00:14:43: Das sind aktive Fonds oder aktive ETF's.
00:14:47: Was ist Ihre Strategie?
00:14:48: wie setzen Sie das um?
00:14:50: Ist es jetzt interessant für jemanden, der sagt hey ich habe schon Sparblänen laufen ... in einem MSCI World zum Beispiel, ... ... findet jetzt aber was der Herr Kreuz sagt total stimmig irgendwie für mich.
00:15:00: Macht das Sinn?
00:15:01: Was machen Sie überhaupt?
00:15:01: Darfst du uns mal da kurz abrollen?
00:15:04: Wir meinen dass wir das Richtige machen und verlieren uns nicht in irgendwelchen Doppeltor-Loops.
00:15:10: Wir haben ja gerade drüber gesprochen.
00:15:12: die wichtigste Entscheidung ist eigentlich die Treppe von oben runter zu kehren.
00:15:16: Wir heißen die strategische Allokation.
00:15:18: also wie teile ich als junger Mensch, soll es monatlich oder im Einmaranlage meine Vermögen auf in unterschiedliche Risikoklassen.
00:15:25: Aktien, Renten, Staatsanleihen, Unternehmens-Anleihen Edelmetalle Rohstoffe was auch immer.
00:15:33: Diese Entscheidung macht achtzig Prozent des Anlagefolges später aus nämlich in Aktien zu sein wenn die Aktien laufen und aus den Aktien noch draußen zu sein.
00:15:41: Und spielt es keine Rolle ob man eine Amazon oder einen Tencent hat dass dieses Stockpicking macht fünf Prozent des anlagerfolges aus.
00:15:48: das ist immer ne schöne Storytelling Geschichte auch für viele Banken Vermögensverwalter.
00:15:52: Im Grundsatz geht es darum, die großen Hebel zu bewegen und das ist die Esser-Delocation.
00:15:57: Das setzen wir so um.
00:15:58: Wir verlieren uns auch nicht im Stockpacking sondern das ist ein Mischfonds der aktiv verwaltet wird, der quasi nicht die Benchmark hackt also sich hinter versteckt hinter einer Benchmarks, sondern mittels dieser kosteneffizienten Instrumente der Zielfonds sprich ETS, ETCs oder ETNs da eine richtige Mischung zu versuchen.
00:16:20: Wenn der Markt korrigiert, versuchen wir sehr zügig schnell rauszukommen.
00:16:23: Also Timing zu betreiben und wenn der Markt dann wieder v-förmig steigt, dann auch möglichst schnell wieder die Aktienquote zu erhöhen weil wir der festen Überzeugung sind und das ist auch signifikant – das kann man auch an der Performance erkennen – dass man das Risiko reduziert nach unten und nach obenhin diesen Dispositionseffekt nicht unterlegt.
00:16:41: Das heißt, dass man die Gewinne laufen lässt und damit dann einfach eine Stätigkeit bekommt, eine Volatilität in den Mischfonds von weniger als zehn Prozent erzielt, ein positive Sharp Ratio.
00:16:54: Da gibt es zwei Varianten weil wir von unseren Grossmandaten gebeten worden sind eine Retail-Tranche von diesem System, von dieser Systematik inwie aus Vermögensbildungsfonds P abzubilden.
00:17:06: und dann haben wir noch für SEMI Institutionelle eine Variante.
00:17:09: das ist der Inwie Ausvermögens Bildungsfond I. da gilt die Mindestanlage somit an hunderttausend Euro Risiko Klasse Drei von eins bis sieben in der SRI, also für jeden, der interessiert ist.
00:17:21: Wichtig regulatorische Unterlagen lesen und kennt ja PRIPS und KITZ die Kostenausweise lesen vielleicht auch Verkaufsperspekt wobei die ziemlich groß sind.
00:17:30: aber man muss immer und das wäre eine Empfehlung.
00:17:33: Man sollte immer wenn man investiert auch ein bisschen was wissen davon was man macht weil den größten Fehler denen Sie machen können es mit Ihrem eigenen Geld an die Börse zu gehen und einfach einen blinden Vertrauen oder auch nur im Banker zu vertrauen ... und das zu delegieren oder da zu investieren, weil es einen Nachbauer- oder ein Taxifahrer gesagt hat.
00:17:55: Jetzt bin ich mal gemeinsam so ein aktiver Fonds der hat Hand und Fuß aber der ist ja dann doch teurer als so eine ETF?
00:18:00: Ja!
00:18:01: Geht's jetzt darum mit dieser Strategie eine ETF-Strategie zu schlagen... ...oder ein ganzheitliches Investment Portfolio anzubieten mit einer gesunden Asset Allocation?
00:18:11: Ist es die Benchmark?
00:18:12: also?
00:18:12: ich als Privatanleger würde mich das ja dann immer fragen, ne?
00:18:15: Findest interessant, findest gut Aber nach Kosten?
00:18:19: Wie ist es gelaufen, die letzten fünf Jahre?
00:18:21: oder ist das überhaupt das Ziel?
00:18:23: Ja.
00:18:23: Also... Das ist eine sehr gute Frage, die Sie stellen und daran sollte man sich auch immer messen lassen.
00:18:29: Was kommt am Ende hinten raus hat ja schon einer unserer damaligen Kanzler gesagt.
00:18:34: Das Schöne ist an den Charts und Charts lügen nicht.
00:18:36: Charts sind eigentlich nur Mathematik.
00:18:38: also ein Chart zeigt zu welchem Preis welche Menge ich bekomme oder über welchen Zeitraum ich welchen Preis bezahlen muss.
00:18:47: Netto, diese Charts das netto auszeigen.
00:18:50: So inklusive einer wie auch hingearteten TIR also total expensive ratio als eine Kostenquote und dieser Fonds über einem Benchmark oder einem Index liegt dann spielt es doch keine Rolle wie teuer er ist weil er trotzdem eine bessere Performance erzielt.
00:19:05: nur unser Anspruch ist nach unten hin uns abzusichern.
00:19:08: deshalb steht auch InVIAs als Institut für Vermögens-Sicherung und Asset Management Weil die Absicherung, ich habe das damals durch meine Tätigkeiten bei der Deutschen Bank UBS als Chief Investment Officer für zwei Landesbanken und auch bei der DZ-Privatbank immer wieder gesehen Menschen werden.
00:19:24: Durch Disziplinlosigkeit ärmer Und indem sie nicht ihr Vermögen absicher nach unten hin Verluste durchlaufen zu lassen Nicht mit Trailingstops zu arbeiten Auch mal Gewinne zu realisieren Nicht alle weil es dann auch wiederum den Dispositionseffekt kontakariert.
00:19:40: Aber nach unten hin muss man immer wieder absichern und das ist, glaube ich ein sehr gutes Gefühl.
00:19:43: Wenn man kein High-Vola Produkt hat wie in MSI World der zweistellig prozentual schwankt sondern einen Fonds, der aktiv vermögens sichert indem er Aktienquote massiv sinkt wenn die Aktien korrigieren was hilft sie?
00:20:00: Wenn ein ETF Versteller sagt wir haben tollen Job gemacht, der DAX hat zwanzig Prozent verloren Wir haben von der Treck-Egg-Error erreicht, das Ziel erreicht.
00:20:10: Sie haben fast zwanzig Prozent Verlust im Depot.
00:20:13: Dann kommt die menschliche Psychologie und dann drücken sie eher auf den Verkauf-Button als dann nochmal nachzukaufen.
00:20:19: Und da Menschen an der Börse in der Regel – weil die Finanzbildung leider immer noch nicht so gut fundiert da ist wie in den angelsächsischen Bereich.
00:20:29: Gott sei Dank gibt es Sie und Ihre Kollegen, die das jetzt diese Wissenslücke auch immer wieder schließen.
00:20:34: Aber das ist eine Arbeit von vielen Jahrzehnten.
00:20:38: Dann wissen die Menschen was sie damit tun.
00:20:39: dann werden sie automatisch auch durch die Pflicht unser Rentensystem Problematik Demografie umgekippte Tanne dass sie feststellen werden der Kapitarmarkt ist weder nur für Spekulanten noch ist Börse oder Geld dreckig oder böse sondern da kann man sein Geld langfristig investieren und eine ordentliche Rendite erzählen.
00:21:00: Man muss nur einfach Fehler vermeiden, das ist der Tummelplatz für Fehler.
00:21:04: Wenn man die aber vermeidet dann haben sie achtzig Prozent Wahrscheinlichkeit sehr erfolgreich an der Börse angehen.
00:21:10: Vielleicht abschließend von Ihnen wenn es nur eine Sache gibt, die unsere Zuschauer jetzt ändern sollte, wenn es ums Thema Geld geht?
00:21:18: Unsere Zuhörer sind so ca.
00:21:20: um zwanzig bis vierundvierzig Jahre, was ist diese eine Sache die man vielleicht direkt mogen oder am besten jetzt heute Abend umsetzen sollte wenn sie das runterbrechen müssen auf eine konkrete Handlung?
00:21:30: Was fällt Ihnen an?
00:21:32: Ja ich werde häufig gefragt nach dem goldenen Weg den goldenen Schnitt oder welches Buch muss ich lesen?
00:21:40: es gibt keine Abkürzung einer Börse und die schnellste Lösung ist eigentlich in der Regel immer die schlechtere weil man sich doch tiefer mit der Materie beschäftigen muss.
00:21:49: Ich glaube, einer der wichtigsten Regeln ist nicht in Panik zu geraten.
00:21:53: Sondern auch Probleme mal in Ruhe zu durchdenken und aussitzen zu können, sofern man den funktionierenden Märkten unterwegs ist.
00:22:00: Und investiert zu bleiben, diszipliniert, investiert es zu bleiben und nicht in eine Konsolidierung psychologisch zu verkaufen sondern nachzukaufen.
00:22:11: das sind sehr gute Maßnahmen um sein Vermögen Rendite orientiert, langfristig anzulegen und schöne Rendite zu erziehen.
00:22:21: Das war Nikolas Kreuz.
00:22:23: Wer dem Herr Kreutz genauso gern zuhört wie ich Link zur Inviews findet ihr in der Beschreibung.
00:22:28: Herr Kreuz vielen Dank für die Zeit.
00:22:29: Herr Beißfänger.
00:22:30: Ich
00:22:30: fühle meine Zeit hier noch in Köln und bis bald hoffentlich mal wieder.
00:22:33: Wärme eine Ehre!
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