Rüstungsaktien moralisch ok? | Prof. Dr. Rafaela Kraus, Uni der Bundeswehr
Shownotes
Deutschland diskutiert den Weg zurück an die Weltspitze. Fehlt es an Geld, an Fokus oder an Führung? Prof. Dr. Rafaela Kraus ist Professorin für Unternehmens- und Personalführung an der Universität der Bundeswehr München und beschäftigt sich seit ihrer Diplomarbeit mit der Frage, wie sich Organisationen verändern lassen. Am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels sagt sie Lukas, wo sie das größte Problem sieht: in Behörden, die nach Prinzipien aus dem vorigen Jahrhundert gebaut sind, mit Dienstweg und vielen Mitzeichnungsrunden, die in Zeiten von KI kaum noch Schritt halten. Gute Führung gibt es für sie nicht von der Stange, sie hängt vom Kontext ab. Für Anleger hat sie einen klaren Hinweis: An der Spitze eines Unternehmens braucht es Fachkompetenz, einen großen Plan und die Fähigkeit, Menschen zu erreichen. An der Universität der Bundeswehr hat Kraus das Gründerzentrum founders@unibw und den Space-Tech-Accelerator SpaceFounders aufgebaut, der bisher 70 europäische Start-ups gefördert hat. Heute begleitet sie junge Unternehmen im Verteidigungsbereich. Auf die Frage, ob man als Privatperson in Rüstung investieren darf, antwortet sie ohne Zögern: auf jeden Fall, denn es geht um den Schutz der Demokratie in Europa. Sie erklärt, welche Technologien gerade kommen, warum der Mensch bei autonomen Systemen die letzte Entscheidung behalten muss und warum Start-ups und Bundeswehr lange kaum zusammenfanden. Dazu eine Geschichte, die zeigt, wie schnell sich die Arbeitswelt dreht: Kraus hat ohne jede Programmiererfahrung in zwei Stunden eine App gebaut.
🔥 In dieser Folge lernst du: ► Warum Kraus das deutsche Problem eher bei der Führung als beim Kapital sieht ► Wann Führungskräfte loslassen und wann sie klar vorgeben sollten ► Woran du als Anleger erkennst, ob ein CEO Substanz hat ► Warum sie Investments in Verteidigung für vertretbar hält ► Welche Technologien die Verteidigung gerade verändern ► Was KI für den Arbeitsmarkt der nächsten fünf Jahre bedeutet ► Wie Start-ups im Verteidigungsmarkt schneller an Aufträge kommen
❓ Häufige Fragen aus der Folge: ► Ist es moralisch vertretbar, in Rüstung zu investieren? Für Kraus auf jeden Fall. Es gehe um den Schutz der Demokratie in Europa und darum, auch in Zukunft sicher leben zu können. Abschreckung funktioniere heute vor allem über die schnelle Einführung neuer Technologien. Eine Anlageempfehlung ist das ausdrücklich nicht. ► Was ist gute Führung? Das hängt laut Kraus vom Kontext ab: davon, wen man führt, und davon, was das Ziel ist. Erfahrenen Fachleuten muss man Freiraum lassen, Berufseinsteigern klare Orientierung geben. Wer Innovation will, sollte nicht zu viele Regeln aufstellen. ► Wie erkenne ich als Anleger einen guten CEO? An der Spitze sollte Fachkompetenz vorhanden sein, dazu ein großer Plan und ein Verständnis für Technologie, Branche und Kunden. Ebenso wichtig ist Kommunikation: Wie geht jemand mit Menschen um, wie vermittelt er das Produkt? ► Welche Technologien sind in der Verteidigung gerade neu? Vor allem unbemannte Systeme mit einem gewissen Grad an Autonomie: Drohnen in der Luft und im Wasser sowie Roboter an Land. Der Mensch muss aber am Ende entscheiden, das Prinzip heißt „Human in the Loop". ► Verdrängt KI Arbeitsplätze? Kraus rechnet mit einer starken Veränderung des Arbeitsmarkts, gerade für Wissensarbeiter. Weil viele Branchen langsam sind, kommt das mit Verzögerung. Würde alles umgesetzt, was heute schon möglich ist, fielen sehr viele Arbeitsplätze weg.
👥 Für wen ist diese Folge? ► Anleger, die überlegen, ob Rüstung und Verteidigung in ihr Depot passen ► Alle, die wissen wollen, wie man Führungsqualität von außen einschätzt ► Gründerinnen und Gründer, die den öffentlichen Sektor als Kunden sehen
⏱ Kapitelmarken: 00:00 ► Rafaela Kraus – Universität der Bundeswehr München – Professorin 01:02 ► Intro: Fehlt Deutschland Geld oder Führung? 01:30 ► Wie Rafaela Kraus zur Führungsforschung kam 02:15 ► Wie steht es um Führung in Deutschland? 03:28 ► Was bedeutet gute Führung? 04:29 ► Wie kann ich als Anleger einen CEO einschätzen? 05:53 ► Vom Gründerzentrum zur Verteidigungstechnologie 07:55 ► Ist es moralisch vertretbar, in Verteidigung zu investieren? 08:47 ► Drohnen, Roboter, Autonomie: Was gerade kommt 10:03 ► KI und Arbeitsmarkt: Die nächsten fünf Jahre 11:57 ► Staat und Start-ups: ein Widerspruch? 13:56 ► Ihr Rat an Gründer im Verteidigungsmarkt
✅ Die wichtigsten Tipps zum Mitnehmen: ► Schau bei Unternehmen auf die Führung: Fachkompetenz und ein klarer Plan an der Spitze sagen mehr als laute Auftritte ► Verteidigung ist ein Wachstumsfeld, aber eine Branche ist eine Beimischung, kein ganzes Depot ► Die Investitionsentscheidung ist auch eine Wertefrage: Mach dir vorher klar, wo du stehst ► Probier KI-Werkzeuge selbst aus: Wer sie früh nutzt, gehört eher zu den Gewinnern der Veränderung
🔗 Ressourcen & Links: • Ihr Buch „Führung messen" (Springer): https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-60518-9 • Prof. Dr. Rafaela Kraus an der Universität der Bundeswehr München: https://www.unibw.de/bw/professuren/rafaela-kraus • SpaceFounders: https://www.spacefounders.eu/ • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rafaelakraus/ • Aufgenommen am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels 2026
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⚠️ Risikohinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bitte informiere dich eigenständig und handle verantwortungsvoll.
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00:00:00: Das Thema Führung ist natürlich schon ein präsentes.
00:00:03: Also ich glaube Fachkompetenz, das ist natürlich auch wichtig.
00:00:06: Ein großer Plan sollte vorhanden sein und es soll den Verständnis für die Technologien, für die Branche oder für die Kunden da sein.
00:00:13: Natürlich in der heutigen Zeitkommunikation ist natürlich entscheidend wie ich mit Menschen umgehe.
00:00:19: Wie vermittelte ich auch dass das Produkt gut ist?
00:00:21: Wie erkenne ich überhaupt was der Nutzer braucht?
00:00:23: Dass ich mit dem Kunden überhaupt in Kontakt trete?
00:00:26: Aktuell beschäftige ich mich natürlich auch mit dem Thema Verteidigungs-Startups.
00:00:31: Wie werden sie erfolgreich, wie kann man sich fördern?
00:00:33: Militärausgaben steigen.
00:00:34: die nächsten fünf bis zehn Jahre bestimmt auch noch ein interessanter Wachstumsmalt.
00:00:38: Es geht ja um den Schutz unserer Demokratie in Europa.
00:00:41: Ich habe letzte Woche mit Cloud Code eine App programmiert.
00:00:45: Aber ich habe in meinem Leben noch nie eine Zeile Code geschrieben und in zwei Stunden hat die App funktioniert.
00:00:50: Wie
00:00:50: wird man erfolgreich?
00:00:52: Wie kann man seinen Startup gut aufbauen?
00:00:54: was wäre deine Message?
00:01:02: Deutschland diskutiert aktuell den Weg zurück an die Weltspitze.
00:01:06: Liegt's an fehlendem Geld, liegt es an fehlener Führung vielleicht?
00:01:09: Genau dem Thema versuchen wir heute auf den Grund zu gehen zusammen mit Professor Dr.
00:01:14: Rafaela Kraus, Rafaella Dubis Professorin in der Uni der Bundeswehr und deine Fachbereiche.
00:01:20: sind Wirtschaftspsychologie richtig?
00:01:23: Ja, Unternehmens- und Personalführungen aber auch mit einem starken Fokus auf die Organisationspsychologien.
00:01:29: Wie bist du persönlich in diesem Bereich reingekommen?
00:01:31: Was hat dich begeistert, dass du gesagt hast hey das dann möchte ich mich beruflich ausleben.
00:01:36: Ich habe mich eigentlich immer mit Transformationsprozessen beschäftigt schon in meiner Diplomarbeit vor grauer Vorzeit und da ging es eigentlich darum um die Veränderung des Krankenhauswesens Die Einführungen von Qualitätsmanagement und ähnlichen Themen, die damals wirklich sehr kontrovers auch waren in den Organisationen.
00:01:57: Und dann habe ich mich eigentlich immer wieder in der Wirtschaft als Beraterin, aber eben auch als Professorin mit dem Thema Veränderungsprozesse beschäftigt.
00:02:06: Wie kann man Organisationskulturen verändern?
00:02:08: Wie kann Man Führungskulturen
00:02:09: verändern?!
00:02:10: Wie muss man heute mit Mitarbeitenden kommunizieren und wie muss man sie führen?
00:02:15: Ich schätze du die Lage ein.
00:02:16: fehlt es in Deutschland an Führungen, fehlt es an Kapital, fehlt's an Fokus!
00:02:21: Wie siehst Du die Lage?
00:02:22: Ja also ich würde mal sagen das Thema Führer ist natürlich schon ein präsentes Weil wir natürlich gerade jetzt im öffentlichen Sektor, haben ja viele Organisationen die nach Prinzipien gestaltet sind.
00:02:34: Die aus dem vorigen Jahrhundert stammen oder vielleicht sogar noch weiter zurückliegend.
00:02:39: und die Organisationen sind halt sehr bürokratisch, sie sind sehr hierarchisch.
00:02:44: Wir sind darauf ausgerichtet für den Bürger das Maximum an, sag ich mal Berechenbarkeit und Sicherheit auch zu schaffen.
00:02:52: also keine Korruption, keine Willkür, Fairness, Transparenz Das ist ja eigentlich alles auch ganz toll.
00:02:59: Aber in der heutigen Zeit haben wir solche extremen Disruptionen durch Technologie, zum Beispiel durch AI und dann ist häufig so dass diese bürokratische Organisationsform mit ihren vielen sagen mal mit ihrem Dienstweg, mit ihren Vielen Mitzeichnungsrunden, dass sie dann häufig nicht mehr so funktional ist und auch von den Bürgern als das Funktional erlebt wird.
00:03:22: Du interessierst dich fürs investieren?
00:03:24: Dann lass uns ein Abo da, um nichts mehr zu verpassen.
00:03:52: mich da nicht überall einmischen, weil ich vielleicht gar nicht den Überblick habe.
00:03:56: Da muss sich also loslassen.
00:03:58: Wenn ich natürlich Leute führe die sehr, sag' ich mal noch jung sind zum Beispiel oder einfach noch mehr Orientierung brauchen dann muss ich natürlich klar vorgeben was zu tun ist, da muss ich vielleicht auch viel mehr Feedback geben, vielmehr auch steuerend eingreifen.
00:04:13: Also es hängt stark von der Organisation ab Es hängt ab von den Geführten und es hinkt am Ende auch davon ab was das Ziel ist der Organisation oder des Projekts.
00:04:22: Wenn das Ziel Innovation ist, dann bin ich gut beraten nicht zu viele Regeln aufzustellen.
00:04:28: Ich verstehe für mich als Investor von außen Privatanleger ist natürlich interessant so ein CEO irgendwie einzuordnen.
00:04:36: es gibt ja manche die sind total populistisch und laut.
00:04:39: jetzt mal Elon Musk zum Beispiel.
00:04:41: wie erkenne ich vielleicht als Außenstehender?
00:04:43: Ist da Hand und Fuß dahinter oder ist das einfach viel Show vor der Kamera vielleicht auch?
00:04:48: Also ich glaube Fachkompetenz ist natürlich schon wichtig.
00:04:51: Natürlich kann eine Führungskraft insbesondere, wenn es jetzt zum Beispiel ein größeres Unternehmen ist in Konzernen dann kann die Führungskraft nicht alles überblicken oder kann sich in jedes Detail sozusagen reinschauen.
00:05:03: aber ein großer Plan sollte vorhanden sein und es soll den Verständnis für die Technologien, für die Branche, für.
00:05:12: Das ist auf jeden Fall extrem wichtig.
00:05:14: Natürlich in der heutigen Zeitkommunikation ist natürlich auch entscheidend, ich sehe das oft bei den Start-ups.
00:05:20: Die Start-Ups sind oft technologisch absolut fit.
00:05:23: Da sind die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern drin und dennoch merkt man halt es kommt auch noch drauf an wie gehe ich mit Menschen um?
00:05:34: Wie vermittelte ich auch dass das Produkt gut ist?
00:05:36: Wie erkenne ich überhaupt was der Nutzer braucht?
00:05:38: Dass ich mit dem Kunden überhaupt in Kontakt trete?
00:05:41: Also das sind schon auch viele Eigenschaften, die noch hinzukommen müssen.
00:05:45: Aber ich denke schon dass gerade bei jungen Unternehmen ist es schon auch wichtig, dass an der Spitze auch Fachkompetenz vorhanden ist.
00:05:53: Ja ganz wichtiger Punkt vielleicht an dieser Stelle für dich zu Hause als Zuschauer wenn dich das Thema interessiert.
00:05:58: du merkst Rafaela ist Fachfrau.
00:06:00: ihr Buch ist unten in der Beschreibung verlinkt.
00:06:03: im Vorgespräch haben wir zwei uns ja auch schon ausgetauscht.
00:06:06: über welche Themen können wir sprechen?
00:06:07: wollen wir auch sprechen?
00:06:09: und Du hast gesagt Defense Technology in Europa ist ein großes Thema, was dich beschäftigt.
00:06:14: Wo du vorantreibst?
00:06:15: Wie bist Du in dem Bereich reingekommen und was fasziniert Dich daran?
00:06:19: Ja im Bereich bin ich eigentlich reingegommen weil ich an der Universität der Bundeswehr den Bereich Entrepreneurship aufgebaut habe.
00:06:26: Man hat früher gedacht, in der Bundesware Entrepreneurshop Bundeswehr Gründungen und Bundeswehr das passt eigentlich nicht zusammen.
00:06:33: Wir haben aber dann gemerkt eben auch, weil diese ganze Dynamik in der Technologie es auch erfordert dass wir da auch was tun müssen, das wir uns damit beschäftigen müssen wie wir aus unserer Universität Gründungen fördern.
00:06:46: Zum Beispiel aus den Reihen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und haben dann einige Formate und Programme aufgebaut zum Beispiel ein Accelerator für Space Tech Startups wo wirklich super viele spannende europäische Startups jetzt auch schon gefördert wurden also insgesamt siebzig und ich glaube da haben wir eine ganz gute Auswahl immer getroffen.
00:07:08: Aber wir haben natürlich auch Studierende, die sich mit dem Thema Innovation auseinandersetzen wollen.
00:07:14: Die sind ja später auch offiziere Führungskräfte in der Bundeswehr und da ist es ja auch wichtig dass man Innovation versteht und dass man auch, sag ich mal, Innovationsprozesse fördern begleiten unterstützen kann.
00:07:26: Und drum ist das jetzt bei uns eigentlich sehr wichtig geworden.
00:07:30: So bin ich dazugekommen und aktuell beschäftige mich natürlich auch mit dem Thema Verteidigungs-Startups.
00:07:38: Wie werden sie erfolgreich, wie kann man sie fördern?
00:07:41: Und da bin ich eben auch in einigen Organisationen zum Beispiel beim Defensetag in Cubay der Nordrhein-Westfalen dabei als Beirat.
00:07:49: Ich sehe viele Startups einfach und habe glaube ich einen okayen Überblick drüber.
00:07:54: Das Budget für die Bundeswehr wurde jetzt sehr stark erhöht.
00:07:57: Militärausgaben steigen die nächsten fünf bis zehn Jahre, also bestimmt auch noch ein interessanter Wachstumsmarkt.
00:08:04: Wie siehst du es ganz ehrlich?
00:08:05: Ist das moralisch vertretbar in so was zu investieren als Privatperson?
00:08:09: Naja auf jeden Fall!
00:08:10: Also ich denke mal, es geht ja um den Schutz unserer Demokratie in Europa.
00:08:15: Das ist ja etwas, was wir alle uns wünschen, dass wir in weiterer Zukunft sicher leben können und dass wir da sozusagen auch die nötige Abschreckung zeigen können.
00:08:27: Und Abschreckung funktioniert heute halt vor allem über schnelle Implementierung von neuen Technologien.
00:08:34: Das ist etwas, wo wir eben gerade auch die Start-ups sehr wichtig finden und für die Bundeswehr ja auch erkannt hat, dass man hier einen Potenzial hat, das man auf jeden Fall nicht vernachlässigen darf.
00:08:47: Für jemand der jetzt nicht so tief in dem Bereich drin ist – was ist denn grad eine Innovation im Defense Technology-Bereich in Europa?
00:08:54: Die gerade an Marc kommt jetzt mal unabhängig von einer Firma.
00:08:56: Welche Technologien sind denn gerade innovativ in dem Bereich?
00:08:59: Die
00:08:59: meisten natürlich alle Systeme, die in gewisser Weise einen gewissen Grad an Autonomie besitzen.
00:09:05: Ob das jetzt Drohnen sind im Luft oder im Wasser oder ob es jetzt landbasierte Drohne sind also Roboter zum Beispiel.
00:09:15: Das ist natürlich ein Thema des sehr wichtiges.
00:09:18: unbemannte Systemen und Systeme die halt auch einen gewisse Grad an autonomie haben.
00:09:25: Wir haben natürlich schon immer noch die Forderung, es muss der human envelope da sein.
00:09:30: Das heißt, der Mensch muss am Ende Entscheidungen treffen.
00:09:33: damit ja der AI ist nicht unfehlbar.
00:09:36: Das kennen wir ja von ChatGPT.
00:09:38: also nicht alles was wir bekommen stimmt und genau so ist das eben auch für brauchen noch den human envelope.
00:09:45: aber wir müssen eben auch darauf reagieren dass in anderen Ländern wie zum Beispiel China Aber auch Israel USA schreitet die Entwicklung sehr stark fort, wenn es um Robotik geht.
00:09:56: Wenn es um unbemannte autonome Systeme geht und da müssen wir natürlich auch dran bleiben.
00:10:02: KI-Automation ist ein Ding was viele im Alltag erleben.
00:10:06: Wir benutzen es auf der Arbeit.
00:10:08: wie siehst du die nächsten fünf Jahre?
00:10:10: Bist du ein bisschen aufgeregt?
00:10:11: denkst du das wird nur eine Einbahnstraße Richtung Erfolg oder könnten da vielleicht auch herausfordernde Zeiten auf uns zukommen?
00:10:17: Du hast völlig recht, also es werden mit Sicherheit beide Aspekte eine Rolle spielen.
00:10:24: Also ich kenn's aus meiner eigenen Arbeit und bin sehr froh dass es AI gibt weil man eben tatsächlich viele Standardprozesse, Routinen die viel Zeit kosten langweilig sind das man wie automatisieren kann.
00:10:34: Man kann auch sehr kreativ damit umgehen.
00:10:36: Man hat einfach ein externes Gehirn sozusagen und das finde ich schon sehr hilfreich.
00:10:47: Aber da ist natürlich jetzt auch gerade für die Wissensarbeiter schon eine große Gefahr.
00:10:53: Und ich nenne mal ein Beispiel, ich habe letzte Woche mit Cloud Code eine App programmiert.
00:11:00: Ich hab aber in meinem Leben noch nie eine Zeile Code geschrieben und in zwei Stunden hat die App funktioniert.
00:11:06: und es war keine sehr simple App sondern da ging's eigentlich um wissenschaftliche Auswertung von Interviews wie man das sozusagen automatisieren kann.
00:11:15: Und ich habe es einfach nur zum Spaß ausprobiert, aber habe gemerkt Hallo!
00:11:19: Ich bin jetzt empowered und kann jetzt programmieren.
00:11:23: Zwar verstehe ich nicht was programmiert worden ist Aber das Ergebnis kann ich ja kontrollieren.
00:11:27: Das war einfach gut.
00:11:29: Deswegen gehe schon stark davon aus dass der Arbeitsmarkt extrem disruptiert werden wird.
00:11:35: Natürlich sind viele Branchen auch der öffentliche Sektor sind halt langsam Die adaptieren das nicht von heute auf morgen Darum schon einen gewissen Verzögerungseffekt auch geben, aber wenn alles was heute möglich wäre implementiert würde dann fallen definitiv enorm große Mengen von Arbeitsplätzen weg.
00:11:57: Es wird sicherlich eine Herausforderung werden für uns alle irgendwie damit umzugehen.
00:12:02: im Vorfeld habe ich mich schlau gemacht über dich hat versucht herauszufinden gibt es auch irgendwie ein kritischen Punkt?
00:12:06: wo könnte ich sie irgendwie mal hinterfragen?
00:12:09: Und dann ist mir so gekommen, ja du machst ja Start-ups.
00:12:11: Aber es ist ja immer im Zusammenspiel mit der Bundeswehr oder dem Staat und Startup ist ja eigentlich total wirtschaftlich, total Unternehmertum.
00:12:20: Möglichst wenig Einfluss vielleicht vom Staat wenn's nicht irgendwie Förderungen sind.
00:12:24: Weiß nicht, so sehe ich... Ist das ein bisschen ein Widerspruch?
00:12:28: Oder gehts auch darum den Staat um die Wirtschafts-Start-Ups zusammenzubringen?
00:12:32: Also mein Ziel ist tatsächlich diese Vergnüpfung zu schaffen eine Art Intermediärfunktion zu haben.
00:12:40: Zum einen, dass der Staat oder staatliche Organisationen besser verstehen wie Start-ups eigentlich funktionieren.
00:12:47: denn wir hatten zum Beispiel im Bereich Verteidigung, hatten wir lange Zeit eigentlich in der ganzen Zeit, ich nenne es mal Zeit der Friedensdividende so eine Art Brandmauer zwischen den Start-Ups oder zwischen der Wirtschaft und eigentlich dem der Beschaffung zum Beispiel in der Bundeswehr.
00:13:03: Warum macht man das?
00:13:04: Eben aus den Gründen, die ich vorher genannt habe.
00:13:06: Man will dass alles rechtssicher ist und man will verhindern, dass da irgendwas gemauschelt wird.
00:13:11: Und es hat auch seine Berechtigung.
00:13:13: Aber wir müssen natürlich trotzdem anerkennen, dass man sich gegenseitig verstehen muss.
00:13:18: Man muss verstehen was die Erfordernisse von einem Start-up sind.
00:13:21: Ein Start up kann eben nicht drei oder fünf Jahre warten bis es quasi mal einen Auftrag kriegt.
00:13:27: Das kann zwei Jahre warten bis irgendwelche Sicherheitsüberprüfungen abgeschlossen sind.
00:13:34: Das hat nicht hundert Juristen, die an einem Antrag arbeiten können so wie das vielleicht bei den großen Herstellern der Fall ist sondern man muss dann irgendwo Möglichkeiten finden diese sagen wir diese Brücken zu schlagen ohne die Rechtssicherheit und die Fairness aufzugeben aber dennoch sozusagen kleinen Unternehmen auch eine Chance zu geben.
00:13:56: Wenn jetzt gerade jemand zuschaut, der vielleicht ein kleines Unternehmen aufbaut oder in einem Team ist von einem jungen Unternehmen.
00:14:02: Wenn du eine Message hättest an die Person da draußen – wie wird man erfolgreich?
00:14:06: Wie kann man seinen Start-up gut aufbauen und was wäre deine Message?
00:14:10: Also ich würde auf jeden Fall allen raten, insbesondere den Bereich öffentlicher Sektor oder insbesondere Bundeswehr als Markt sehen also die Verteidigung als Markt anstreben dass sie sich sehr frühzeitig darum kümmern, Netzwerke aufzubauen.
00:14:27: Dass Sie Kontakt finden zu Soldatinnen und Soldaten die später das Produkt auch nutzen sollen.
00:14:34: Dass sie sich vielleicht an solche Organisationen wie das Cyber Innovation Hub oder auch Organisationen mit des Innovationszentrum der Bundeswehr frühzeitig renten um eben den Kontakt zum Nutzer schnell zu bekommen, weil es gibt viele regulatorische Hürden und es gibt auch viele, sagen wir mal, Wissensdefizite die man dann einfach schneller adressieren kann.
00:14:57: Und dann wird man auch schneller handlungsfähig.
00:15:00: Das war Professor Dr.
00:15:01: Rafaela Kraus.
00:15:02: Raffaela vielen Dank für deine Zeit.
00:15:04: hat mich sehr gefreut, dass du dir Zeit genommen hast von uns.
00:15:07: Danke dir!
00:15:08: Ich hätte es auch sehr gefrolt.
00:15:10: Bis zum nächsten Mal.
00:15:10: Ciao ciao.
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